Das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) blüht immer seltener, weil es kaum noch feuchte Wiesen gibt – im Industriegrünland ist kein Platz für solche Pflanzen mit geringem Futterwert.

Ich habe es daher in meinen Garten geholt. Und freue mich jeden Frühling, wenn es sich über die Gräser und anderen Kräuter erhebt und seine zarten, weißrosa Blüten zeigt.

Die Freude schäumt richtig hoch, wenn am Wiesen-Schaumkraut ein besonderer Schmetterling auftaucht: der Aurorafalter (Anthocharis cardamines). Der trägt das Schaumkraut sogar im wissenschaftlichen Namen, weil er es als Futterpflanze für seine Raupen liebt. Obwohl der Tagfalter in Deutschland nicht bedroht ist und sogar insgesamt häufig vorkommt, ist er doch in den letzten Jahren hier in meiner Umgebung nicht mehr herumgeflattert. Doch siehe da, wer Schaumkraut im Garten hat, der bekommt Besuch!

Wieder mal ein Nachweis, dass Gärten wahre Oasen für allerlei Lebewesen sind, wenn die Besitzer es nur zulassen!