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Jetzt ernten: Brennnesselfrüchte

Nicht warten, bis die Nüsschen braun werden – besser jetzt schon ernten, solange sie noch grün sind! Die Früchte (gemeinhin als Samen bezeichnet, auch wenn dies botanisch nicht korrekt ist) schmecken viel besser in noch nicht völlig ausgereiftem Stadium.

Ich ernte Brennnesselfrüchte, indem ich entweder ganze Pflanzen abschneide, dann unten am Stiel packe und alles, Blätter und Fruchtstände, nach oben in eine Schüssel abstreife. Blätter werden aussortiert und anderweitig verwendet. Von den Stängeln ziehe ich dann noch die äußeren Schichten ab, um Kordeln daraus zu drehen. Die Fruchtstände verwende ich gleich frisch oder trockne sie für den Vorrat.

Sollen die kleinen Nüsschen noch feiner aufbereitet werden, reibe ich die Fruchtstände behutsam durch ein Sieb, dessen Maschenweite nur wenig größer als der Durchmesser der Früchtchen ist. Damit bleiben die Stiele im Sieb zurück. Ergebnis: feine Brennnesselfrüchte!

Und was damit machen? Wie wäre es mit Brennnessel-Pralinen und Brennnessel-Energiekugeln…

Für die Pralinen Marzipan, Honig und geröstete Brennnesselfrüchte verkneten, Kugeln formen und durch flüssige Schokolade ziehen.

Für die Energiekugeln Datteln, Nüsse und Brennnesselblätter zu gleichen Teilen fein hacken, mit Brennnesselfrüchten sowie etwas Saft (Apfel-, Birnen-, Orangensaft) zu einer Masse verarbeiten, Kugeln formen und in Brennnesselfrüchten oder Kakao wälzen.

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