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Jetzt ernten: Baum- und Strauchblätter

Noch geht es ganz gut, noch lohnt es sich: Blätter für Blattmehl zu ernten. Geeignet sind neben Linden-, Ulmen-, Hasel-, Ahorn-, Weißdorn-, Brombeerblättern auch die von Maulbeerbäumen oder vom Feigenbaum. Und noch weitere, aber oftmals von sehr herbem Geschmack…

Die Blätter werden getrocknet (am besten an der Luft, das geht bei den derzeitigen Temperaturen sehr gut), dafür einzeln nebeneinander auf Tabletts oder Trockengestelle auslegen.

Sind die Blätter rascheltrocken und lassen sich gut zerbröseln, geht es weiter. Sie kommen portionsweise in einen Mixer oder Mörser und werden fein gemahlen.

Anschließend wird alles gesiebt, um gröbere Stücke (vor allem Stiele, Blattmittelrippen) zurückzuhalten.

Ergebnis: Je nach Blattsorte bzw. Blättermischung ein feines Mehl in verschiedenen Grün- bis Olivtönen. In Gläser abgefüllt gut mehrere Monate haltbar. Es kann Gebäcken und anderen Gerichten zugefügt werden, sorgt es mit seinem hohen Gehalt an Mineral- und Ballaststoffen für eine höhere Wertigkeit.

Rezepte mit Blattmehl gibt’s hier im Blog, z.B. „Herzhafte Muffins“ oder „Walnuss-Semmeln„.

Noch mehr mit Blatt- oder Baummehl gibt’s in meinem Buch „Bäume in Küche und Heilkunde“ aus dem AT-Verlag:

Bäume – in Küche und Heilkunde

80 Rezepturen für Wohlbefinden und Hausapotheke.
180 Kochrezepte von herzhaft bis süss.
Porträts von 28 Baumarten, mit erstklassigen Fotos.
ISBN: 978-3-03800-910-8
€ 33,–

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