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Heimisch oder nicht?

Was blüht denn da so spät im Jahr noch? Die Gold-, Goldhaar- oder Goldschopf-Aster (Galatella linosyris, syn Aster linosyris). Sieht irgendwie fremd aus, als würde sie von weit her aus Ländern kommen, wo kein Baum, kein Strauch mehr gedeiht und es fast schon wüstenartig ist. Aus pannonischen Steppen? Aus Halbwüsten Nordafrikas? Aus asiatischen Graslandschaften?

Mal nachgeschaut: Ach was – DEUTSCHES Goldhaar, sagt ein altes Buch. Gülden Leinkraut finde ich noch, das passt zu den schmalen Blättern, die mich sehr an Lein (Linum) oder Leinkraut (Linaria) erinnern. Goldzopf, Goldlocke (englisch „goldy locks“), auch diese Namen klingen irgendwie, als wäre dieser Korbblütler schon lange bekannt.

Tatsächlich ist die Gold-Aster eine heimische Pflanzenart, die aber nur sehr zerstreut auf sehr trockenen Standorten vorkommt und als gefährdet gilt (Verbreitung siehe floraweb.de). Als trockenheitsverträgliche Wildstaude ist sie für viele Gärten sehr zu empfehlen, zumal sie reichlich Nektar bildet und zahlreichen Bienen, Hummeln und Schmetterlingen eine goldene Bar eröffnet.

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