Garten: Sommerluft mit Kräuterduft

Garten: Sommerluft mit Kräuterduft

Malven und Lindenblüten verströmen ihren lieblichen Duft. Bei diesem Sommer-Potpourri wollen auch Kräuter wie die Ringelblume und die Kamille mitmischen und legen sich jetzt mächtig ins Zeug. Zeit, die Hausapotheke wieder aufzufüllen. Meine wöchentlichen Gartentipps auf br-online.

Bauernregel:
Maria Heimsuch (2.7.) wird’s bestellt,
wie’s Wetter vierzig Tag sich hält.

Kräuterernte
Die Kräuter stehen in Höchstform – beste Zeit für die Ernte. Pflücken Sie duftende Blüten und würzige Blätter, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Sie werden schonend getrocknet oder portionsweise eingefroren. Viele Arten bereichern nicht nur die Küche, sondern auch die Hausapotheke: Ringelblumen für eine Heilsalbe, Kamille gegen Magenverstimmung, Schafgarbe für Tee gegen Bauchweh, Alant gegen Reizhusten, Johanniskraut zur Stimmungsaufhellung usw.

Frauenmantel schneiden
Sind die üppigen Blütenbüschel vom Frauenmantel langsam braun geworden, ist höchste Zeit für einen kräftigen Rückschnitt. Kürzen Sie sämtliche Triebe stark ein, am besten entfernen Sie auch die älteren Blätter. Die werden nämlich leicht von Mehltau befallen. Schon bald treibt der Frauenmantel frisch durch und steht bald mit prächtigen Blättern wieder wie neu da. Ein solcher Rückschnitt ist auch bei Rittersporn, Storchschnabel, Bunter Margerite, Brennender Liebe, Katzenminze und Sterndolde angezeigt. Sie werden bis auf eine Handbreit über den Boden eingekürzt, in der Regel blühen diese Stauden dann im Spätsommer noch einmal nach.

Junges Gemüse
Noch ist Zeit, Salate und Mangold nachzusäen bzw. Jungpflanzen zu setzen. Auch einige Kohlgemüse können ins Beet, etwa Blumenkohl, Wirsing, Grünkohl oder Chinakohl. Und gerade jetzt können Sie auch nochmals Bohnen frisch aussäen. Doch schützen Sie die jungen Gemüse vor Schnecken, die sind gerade besonders aktiv!

Kennen Sie die?
Parakresse
Das aus Südamerika stammende Gewürzkraut (mit botanischem Namen Spilanthes oleracea) ist höchst ungewöhnlich: Zerkaut man einen Blütenkopf, schmeckt es scharf bis leicht säuerlich, kitzelt im Mund eigenartig. Speichelfluss wird angeregt und bald sind Gaumen und Zunge für eine Weile leicht betäubt. Daher nennt man die Pflanze auch Prickelkraut oder Prickelköpfchen. Solch einen Genuss vergisst man nie wieder – ein schöner Partyspaß, wenn man einige Blüten in einen Salat mischt. Bei den Blättern ist dieser Effekt geringer. Die einjährig gezogene, weil sehr wärmebedürftige, sonnenhungrige Pflanze sieht aber auch sehr attraktiv aus, die gelben Blütenköpfe mit roter Haube halten sich sehr lange. Vor Schnecken schützen, die nämlich lassen sich vom ungewöhnlichen Geschmack überhaupt nicht abschrecken.

1 Kommentar
  • Danke für die Tipps, liebe Karin. Werde mich heute Abend mal dran machen, Frauenmalten und Storchschnabel zu kürzen.

    Viele und sehr heiße Grüße – Renate

    10. Juli 2010 um 13:28

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