Ein Lob dem Lorbeer

Ein Lob dem Lorbeer

Laurus nobilis, der Edle Lorbeer – vor dem ziehe ich symbolisch meinen Hut. Ich habe einen kleinen Strauch bei mir im Wintergarten stehen. Mit seinem immergrünen, ledrigen Laub ist er dort nicht nur eine Zier. Immer wieder muss er mir eines seiner derben, aromatisch duftenden Blätter abgeben – zur Würze in der Küche. Denn wer einmal wie ich seine Kartoffelsuppe mit einem frischen Lorbeerblatt gewürzt hat, wird nie mehr auf getrocknete zurückgreifen wollen.

Im Gegenlicht offenbart das Blatt, was in ihm steckt: reichlich ätherische Öle, vor allem Cineol – auch in Eucalyptus, Minze, Basilikum und Teebaumöl zu finden. Es wird nicht nur für die Parfümherstellung geschätzt, sondern findet auch als Heilmittel bei Asthma und Heuschnupfen Verwendung. Doch daran denke ich gar nicht, sondern genieße das herb-süßliche, kampferartige Aroma, welches Cineol im Konzert mit den übrigen Ölen entfaltet.

Ein Blatt in die Suppe geben, allerdings erst in den letzten 10 Minuten, und schon bekommt sie eine besonders kräftig-würzige Note. Ein Blatt, feinst geschnitten zu Bratkartoffeln, und man erlebt ein lorbeeriges Wunder. Ein Blatt, schon schmeckt Sauerkraut mehr als gut.

Ich muss aufpassen, dass mein Lorbeersträuchlein noch ein paar Blätter behält – und im Frühjahr wieder kräftig austreiben und neue Würze treiben kann!

1 Kommentar
  • Lorbeer mag ich auch. Leider hat mein Pflänzchen den Geist aufgegeben und ich muss mir im Frühjahr ein neues besorgen.
    Herzlicher Gruß von Renate

    31. Dezember 2008 um 14:42

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