Meine geschälten und gewässerten Eicheln werden schnell zu Mehl. Noch leicht feucht zerkleinere ich sie in der Küchenmaschine zu Mehl – je nach Verwendung mal etwas grober, mal sehr fein. Was ich nicht sofort verbrauche, friere ich ein. So lassen sich nach meiner Erfahrung Eicheln im Ganzen, gehackt oder gemahlen am besten lagern. Trotz ihres Fettgehalts werden sie so nicht schnell ranzig. Dann wird ein Brot daraus, keineswegs Speise für Hungerleider oder arme Schlucker, sondern aus heutiger Sicht eher luxuriöse Kost – weil nirgends zu kaufen und mit noch so viel Geld nicht zu bezahlen.

500 g Mehl (z.B. Dinkel-Vollkorn) mit 500 g frischem Eichelmehl und einem TL Salz mischen, 1 Würfel Hefe aufgelöst in etwas warmem Wasser und 1-2 EL Pflanzenöl oder flüssige Butter dazu. Nach und nach mit 0,5 bis 0,75 ml lauwarmen Wasser zu einem zähen Teig verarbeiten. Zugedeckt eine Stunde aufgehen lassen, erneut verkneten, Brotlaib formen. Nochmals 15 Minuten gehen lassen. Im Ofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze rund 60-80 Minuten backen.
Und was kommt aufs Brot? Frische Eicheln mit gleicher Menge Apfelsaft und Zucker mixen, nach Belieben mit Kakaopulver oder geriebener Schokolade verfeinern – als süßer Aufstrich. Oder 1 EL Butter/Margarine mit 2 EL Mehl anschwitzen, 3 EL Eichelmehl und 1 Tasse Brühe dazu, alles unter Rühren aufkochen, mit Hefeflocken oder Sojasauce, gerösteten Zwiebelwürfeln und Majoran würzen – als herzhafter Belag.

P.S.: Eicheln lassen sich auch dann noch nutzen, wenn sie schon länger auf dem Boden liegen. Sogar besonders gut, wenn sie schon beginnen zu keimen, dann haben sich nämlich die Gerbstoffe darin schon weitgehend um- und abgebaut.