Blackberry?

Beinholz, Eisenholz, Nagelholz, Glashülse – Gimpelbeere, Geißhasel, Bockbeere – Hartriegel, Weide, Faulbaum – Hundsbirl, Katzenkirsche, Teufelsbeere – Tintenbeerstrauch, Schulbaum, Schulweide: allesamt alte Volksnamen für den Gewöhnlichen Liguster (Ligustrum vulgare) oder auch Rainweide, aus der Familie der Ölbaumgewächse. Typischer heimischer Heckenstrauch, gerne vergesellschaftet mit Schlehen, Heckenrosen, Pfaffenhütchen, Hartriegeln…

Wichtiger Strauch für Bienen, Schmetterlinge und Vögel – mehr als 20 Vogelarten (allen voran Gimpel) interessieren sich für die schwarzen, zweisamigen Beerenfrüchte, die oft bis tief in den Winter erhalten bleiben. Für uns Menschen ist der Liguster heutzutage vor allem als Heckenpflanze dienlich, er wächst sehr rasch und lässt sich gut in Form schneiden. Mit den Beerenfrüchten wird gefärbt und gemalt – früher auch für Schüler wichtig. Mit den biegsamen Zweigen lässt sich flechten, das harte Holz ist bei Drechslern geschätzt. Nur für die Küche, ebenso wenig in der Heilkunde, taugt der Liguster nicht – die Beeren sind wie alle anderen Teile giftig. Der Verzehr ruft Übelkeit und Bauchkrämpfe, heftiges Erbrechen und starken Durchfall hervor.

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