Der Eingrifflige Weißdorn (Crataegus monogyna) lockt mit leuchtend roten Früchten! Da bizzelt es mir in den Fingern, da muss ich einfach zugreifen. Also Weißdornfrüchte gepflückt, verlesen, gewaschen und getrocknet. Und jetzt? Die Früchte heißen auch Mehlfässchen (nicht zu verwechseln mit den Früchten der Mehlbeeren, die aber in gleicher Weise genutzt werden können) – ganz zu Recht, denn das Fruchtfleisch unter der roten, säuerlich schmeckenden Schale ist mehlig wie bei einem überlagerten Apfel. Na dann mach ich doch Mehl draus und backe etwas Feines damit.
Kleingebäck mit Weißdorn-Fruchtmehl

½ Würfel Hefe, 1 EL Honig und 300 ml lauwarmes Wasser mischen. 300 g Weizenmehl, 100 g Buchweizenmehl, 50 g geröstete und gemahlene Haselnüsse und 50 g Weißdornmehl mit 1 TL Salz mischen. Hefe-Wasser-Mischung zugeben und alles verkneten. Falls der Teig zu sehr klebt, noch etwas Mehl zufügen – falls der Teig zu bröselig ist, etwas lauwarmes Wasser untermischen. 10 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen. 6 große oder 12 kleine Semmeln formen. Im Backofen bei 180 °C je nach Größe 15 bis 30 Minuten backen.
Mehl aus Weißdornfrüchten

Dafür die Früchte trocknen, im Dörrgerät oder Backofen bei 30-40 °C. In einen Mixer geben und bei geringer Geschwindigkeit, damit die Kerne nicht zerschlagen werden, mixen. Das abgelöste Fruchtfleisch und die Schalen lassen sich dann gut absieben.