Vierblättrig, aber glücklos

Vierblättrig, aber glücklos

KleefarnDas Bild zeigt kein Kleeblatt. Zu sehen ist ein Farn! Ja, es gibt doch tatsächlich Farne mit kleeblattartigen Wedeln, die Kleefarngewächse. Solche sind aber nur in den Tropen heimisch? Keineswegs, der Kleefarn (Marsilea quadrifolia) war früher in Deutschland häufig anzutreffen.

Heute gilt er als ausgestorben. Ich musste in einen Botanischen Garten gehen, um den Kleefarn zu sehen. Weil er keine Lebensräume mehr hat. Zeitweilig überflutete, dann wieder fast trocken fallende Stellen mit offenem Boden braucht dieser echte Farn. Solche Bereiche fanden sich früher häufig an Weihern und in Auen. Schweinesuhlen, als man die Schweine noch in den Auwald trieb. Röstgruben, als man noch Flachs und Hanf zum Rotten in Wasser legte. Und so ist aus dem einstigen Schweineunkraut eine Rarität geworden. Ganz im Gegensatz zu Asien, wo Kleefarn auf den Reisfeldern so manchen Bauern zur Verzweiflung bringt.

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