Schlicht kochen

Was essen wir in Corona-Zeiten? Nudeln? Mehl? Konserven? Nein, am besten das, was die Saison in Hülle und Fülle bietet. Zur gesunden Frühlingskost gehören Radieschen. Als Verwandte von Meerrettich und Kresse bieten sie viele Senfölglycoside, die mögen Viren überhaupt nicht. Radieschen sind kalorienarm, sind also auch gut, dass man im Home Office und beim Homing nicht zu sehr Hüftgold ansammelt.

Klein, aber oho!

Je schärfer Radieschen schmecken, desto höher ist ihr Gehalt an Senfölen. Radieschen sind reich an Vitaminen – vor allem Vitamin A, B und C, was Infektionen vorbeugt. Daneben enthalten sie viele Mineralstoffe, neben Kalium und Calcium reichlich Eisen. Ein Mangel an Eisen kann Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und depressive Verstimmungen verursachen. In den Blättern steckt insbesondere Chlorophyll, von dem die Wissenschaft noch nicht so recht weiß, was es Gutes für unsere Gesundheit bringt. Wobei ich felsenfest überzeugt bin, dass der grüne Blattfarbstoff eine gewichtige Rolle für unseren Körper spielt. Und nicht zu vergessen: Die kleinen Dinger zaubern Farbe auf den Teller, was allein schon für gute Laune sorgt.

Radieschen rundum

Esst Radieschen, solange sie zart und knackig sind. Im Sommer werden sie meisten pelzig, wässrig oder schlaff, jetzt im Frühling stecken sie voller Vitalität. Und nicht nur die Knollen genießen, sondern auch das Kraut, die Blätter! Alles verwenden, nichts verschwenden. Radieschensalat mit Bärlauch, Radieschen-Carpaccio, Radieschen-Bruschetta, Radieschenblätterpesto, Radieschensuppe, Radieschen kurz angebraten mit Radieschenblätterspinat, Wurst-, Kartoffel- oder Gemüsesalat mit Radieschen… Da fällt einem doch noch was ein?

4 Gedanken zu „Schlicht kochen“

  1. Liebe Frau Greiner,
    vielen Dank für Ihren schönen Blog, ich freue mich jeden Tag darauf – ein Lichtblick in diesen Zeiten! Die Rezepte sind ganz toll, auch die von Renate Blaes von Kochlust – Ostern wird ein Wildkräuterfest!
    Viele Grüße!
    Astrid Langner

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  2. Liebe Karin,
    wenn meine Radieschen aufschießen ernte ich liebend gerne die kleinen Austriebe in den Blattachseln mitsamt den knackig-saftigen Stängelchen für den Rohverzehr. Die größeren Blätter schmecken doch recht bitter……( ja, ja das ist gesund….ich weiß)
    Außerdem lasse ich die Radieschen blühen, denn dann bilden sich knackig-köstliche Schötchen zum Knabbern.
    Liebe Grüße und auch von mir ein großes Danke für den tollen Blog!
    Elisabeth aus Tirol

    PS: Das Rezept für das Händedesinfektionsmittel hat mich sehr gefreut!

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    • Super Idee – das mit den Radieserl-Sprösslingen!
      Das werde ich mit meiner Saat gleich probieren, denn die steht zu eng. Danke für den Tipp.

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