Orchideen, noch schöner!

Diese ist nicht nur schön, sondern auch wohlriechend! Duftet nach Zimt.
Diese ist nicht nur schön, sondern auch wohlriechend! Duftet nach Zimt.

Da bekomme ich doch auf meinen ersten Orchideen-Artikel den guten Tipp, dass Orchideen gesellige Wesen sind, die nicht gerne allein und verloren auf der Fensterbank stehen wollen. Je mehr, desto besser und wenn sie sich dann auch noch mit den Blättern berühren dürfen – ideal! Woran mag’s liegen?

Orchideen – sind sie desperate houseplants, lechzen sie nach Unterhaltung? Wer weiß. Tatsache ist: Wer einen optimalen Standort für die Prinzessinnen aus Floras Reich gefunden hat, wem die Kultur glückt, der holt sich immer mehr Exemplare nach Hause. Und die gedeihen prächtig – auch ohne viel Aufwand. Am besten wachsen Orchideen auf einer Fensterbank, unter der kein Heizkörper ist. Falls man keine solche hat – ein breites Brett anfertigen, das exakt in die Fensternische passt und den warmen Luftstrom von der Heizung weit außen vorbei leitet. Oder mindestens einen effektiven Luftbefeuchter installieren.

Einen sehr schönen Artikel findet man im Pflanzen-Ratgeber, dem Magazin für Pflanzenliebhaber – überhaupt eine sehr lesenswerte Seite mit vielen außergewöhnlich schönen Fotos. Ein Genuss. Hier auch eine Anleitung zum Umtopfen von Orchideen.

Wenn an den Blättern übrigens kleine Wassertropfen hängen (die NICHT klebrig sind), dann hängt dies meistens mit einer hohen Luftfeuchtigkeit zusammen. Die Pflanze „schwitzt“ überschüssiges Wasser aus. Der Fachmann nennt dies Guttation, auch bekannt vom Frauenmantel oder von Gräsern.

Noch ein Tipp zum Gießen: Unbedingt vermeiden, dass Wasser zwischen die Blätter kommt und dort stehen bleibt. Oft führt dies zu Fäulnis, fast immer aber zu Wachstumsstockungen. Und wenn es doch passiert: Spitze eines Küchenpapiers oder Zellstoff zwischen die Blattansätze stecken, Wasser damit aufsaugen.

Und noch ein Tipp: Gegen Wollläuse werden immer wieder sog.  Combi-Stäbchen empfohlen (ich sprach schon einmal darüber). Die bestehen aus einem Feststoffdünger plus Pflanzenschutzmittel, sollen in die Erde gesteckt werden. Die Wirkstoffe werden dann von der Pflanze über die Wurzel aufgenommen und wirken von innne heraus gegen saugende und beißende Schädlinge. Nichts dagegen zu sagen! Aber, Orchideen vertragen oft den Dünger nicht, der in den Stäbchen steckt. Außerdem lösen sich die Stäbchen in brockigem Orchideensubstrat kaum auf, oder aber zu gut – dann können die Wurzeln der Orchideen verbrennen. Allenfalls in feinkörniger Orchideenerde kann man demnach die Stäbchen anwenden – aber immer nur solche ohne Düngezusatz!

Wer noch mehr erfahren möchte über Orchideen: Am Freitag, den 16. Januar 2009 gebe ich zwischen 10 und 11 Uhr im Rundfunk auf Bayern 1 ein Interview zum Thema – anschließend bin ich am Hörertelefon!

Wasserperlen beim Frauenmantel, von der Pflanze ausgeschieden
Wasserperlen beim Frauenmantel, von der Pflanze ausgeschieden
Welche andere Pflanze blüht schon monatelang?

2 Gedanken zu „Orchideen, noch schöner!“

  1. ich habe an meinen Orchideen braune Flecken, die sich flächenmäßig ausbreiten und schließlich zum Blattabfall führen. Um welche Krankheit handelt es sich und wie kann ich dem entgegen wirken?
    Martina Efenberger

    Antworten
  2. Liebe Martina,
    es hört sich so an, als ob Deine Orchideen unter einem Pilzbefall oder an einer bakteriellen Infektion leiden. Schwarzfleckenkrankheit ist die häufigste, sie wird durch allzu intensives Sprühen, zu hohe Luftfeuchtigkeit, zu wenig Belüftung gefördert.
    Abhilfe: Alle befallenen Blätter entfernen, bzw. betroffene Stellen großzügige wegschneiden (Messer oder Schere unbedingt mit Spiritus desinfizieren). Dann für bessere Belüftung sorgen, erst mal nicht besprühen, bis sich die Orchideen erholt haben. Unterstützend die Blätter mit Knoblauch- oder Schachtelhalmtee abwaschen.
    Und befallene Orchideen einzeln stellen, damit sich die Infektion nicht ausbreitet, andere Orchideen nicht auch noch angesteckt werden.

    Viel Erfolg!
    Karin

    Antworten

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