Nicht allein die Wilde Malve (Malva silvestris), sondern auch einige verwandte Arten lassen sich in Küche und Heilkunde vergleichbar einsetzen.

Sehr ähnlich ist die Mauretanische, Algier- oder Garten-Malve (Malva sylvestris ssp. mauritiana), die höher wächst und sehr viel intensiver gefärbte Blüten trägt. Etwa seit dem 18. Jahrhundert hat sich diese aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien stammende Unterart in Bürger- wie Bauerngärten verbreitet. Heute sieht man sie sehr häufig in Blühstreifen entlang von Äckern und in Bienenweideflächen.

Die nur schwierig zu unterscheidenden Arten Moschus-Malve (Malva moschata) mit bisweilen duftenden rosa oder weißen Blüten und die Rosen-Malve (Malva rosea) sind alte Heilpflanzen mit feiner zerteilten Blättern.

Die Weg-Malve (Malva neglecta) könnte man als kleine Schwester der Wilden Malve bezeichnen, sie bleibt in allen Teilen kleiner und zeigt nur maximal centgroße, weilich-rosa Blütchen. Allerdings bevorzugt die Weg-Malve sehr gut mit Stickstoff versorgte Böden, wächst also lieber am Komposthaufen als am kargen Wegrand.

Die Stockrosen (Alcea rosea) waren nicht nur bei Johann Wolfgang von Goethe äußerst beliebt, der zu Ehren dieser hoch aufragenden Blütenpracht jährlich ein Fest feierte. Bis heute gelten Stock- oder Bauernrosen mit einfachen oder gefüllten Blüten in breiter Farbenfülle als der Stolz eines jeden Bauerngartens.

Vorzugsweise Stockrosen mit einfachen, tief dunkelroten, fast schon schwarz erscheinenden Blüten dienen als Heilmittel, aber auch zur Färberei.
Morgen gibt es noch mehr zu Malven…