Genau die richtige Zeit, um Schafgarben (Achillea millefolium), Arzneipflanze des Jahres 2025, zu ernten – wenn es mal aufhört zu regnen und die Sonne die Pflanzen gut abgetrocknet hat. Für die Küche eignen sich vorzugsweise die feinen Blättchen – für Heilzwecke dagegen nimmt man am besten die Blüten. Selber sammeln macht dabei durchaus Sinn, denn im Anbau wird gewöhnlich das blühende Kraut, also die Triebe samt den Blättern und Blüten bis etwa Handspannenhöhe über den Boden geerntet und verarbeitet. Die hauptsächlich für die Heilwirkung verantwortlichen ätherischen Öle stecken überwiegend in den Blüten, ebenso die meisten Flavonoide. Aber, mal Hand aufs Herz, sind wild gesammelte Schafgarben eigentlich wertvoller als solche, die aus Anbau stammen?

Großer Unterschied: Pharmazeutisch verwendete sind auf Wirkstoffgehalt geprüft, bestimmte Wert damit garantiert. Bei selbst gesammelten weiß man nie, was genau drinsteckt. Schafgarbenblüten werden heilkundlich ähnlich wie Echte Kamille (Matricaria chamomilla) eingesetzt, beide enthalten Azulen/Chamazulen – was die blaue Färbung des durch Wasserdampfdestillation gewonnenen ätherischen Öls verursacht. Bauchwehkraut, Soldatenkraut, Heil aller Schäden – all diese Volksnamen der Schafgarbe verraten viel von der breiten Wirksamkeit als entzündungshemmendes und krampflösendes Bittermittel. Schafgarbe kommt bei Magen-Darm-Problemen, bei Menstruationsbeschwerden wie zur Förderung der Wundheilung zum Einsatz.

Was macht man daraus? Tee, Tinktur, Salbe, Auflagen, Umschläge, Waschungen – oder auch den berühmten Leberwickel. Wie das alles geht und funktioniert? Lässt sich lernen:
Lehrgang Volksheilkunde – Hausapotheke aus Wildpflanzen der Gundermannschule
Kurse zu Heilpflanzen in der Volksheilkunde findet Ihr:
- in Präsenz ab September 2025 im Bildungshaus Kloster Neustift in Brixen/Südtirol – Infos dazu HIER
- sowie an verschiedenen Standorten in Deutschland (Franken/Burgbernheim 2025-2026 ist ausgebucht – neuer Kurs ab September 2026)
- im Hybrid-Format (Theorie online, Praxis in Präsenz) ab November 2025 als Diplom-Lehrgang beim LFI Tirol – Infos dazu HIER
- im Online-Format ab Februar 2026 – Infos dazu HIER









