Garten: Zeit der Ruhe

Garten: Zeit der Ruhe

Garten Woche 3Der Garten liegt im Winterschlaf. Warten Sie mit dem Schnitt der Obstbäume wirklich bis es taut. Die Pflanzen hingegen, die im Haus überwintern, freuen sich jetzt über Pflege – vor allem, wenn die Spinnmilben anrücken. Meine wöchentlichen Gartentipps – zu lesen auch bei br-online.

Bauernregel:
Pauli (25.1.) klar, ein gutes Jahr.
Pauli Regen, schlechter Segen.

Primel weissBlütenbunt gegen Wintergrau
Jetzt gibt es sie wieder in vielen frischen Farben, die kleinen Erstlinge. So heißt Primel übersetzt: kleiner Erstling. Kissenprimeln sind hübsche Frühblüher, die für viel Farbe im Haus sorgen. Allerdings fühlen sie sich im geheizten Wohnzimmer wohler als draußen vor der Tür wohl, sie vertragen keinen Frost. Drinnen stellt man sie möglichst hell und nicht allzu warm, damit die Blüten lange halten und auch alle Knospen noch aufblühen. Gießen Sie regelmäßig, mischen Sie auch ein wenig Flüssigdünger zum Wasser. Abgeblüht pflegt man die Primeln an einem hellen, kühlen Ort weiter bis zum Frühjahr, dann dürfen sie in den Garten umsiedeln.

Geduld mit Obstbaumschnitt
Und wenn es noch so sehr in den Fingern juckt, gedulden Sie sich noch, bis Sie Ihre Obstbäume schneiden. Erstens ist bei Frost ohnehin Schnitt untersagt, denn die gefrorenen Zweige können brechen wie Glas, das Holz splittert, die Wunden fasern aus und werden so offene Pforten für Schaderreger. Zweitens fehlt den Bäumen jetzt die Wachstumskraft, um die Schnittwunden schnell zu schließen. Bei stark wachsenden Bäumen ist es zudem ratsam, möglichst spät, also im Spätwinter oder noch besser zeitig im Frühjahr zu schneiden. Frühestens im März geschnitten nimmt man diesen rasant treibenden Bäumen viel von ihrem Ungestüm. Bei einem Schnitt im Januar erfolgt im Frühjahr wieder starker Austrieb, bei dem sich lange Triebe ohne Blütenknospen entwickeln.

SpinnmilbenAlarm auf der Fensterbank: Gespinste
Kontrollieren Sie Ihre Zimmerpflanzen derzeit sehr genau – besprühen Sie sie mit einem feinem Wassernebel: Entdecken Sie jetzt feine Gespinste, wirken Triebspitzen wie eingesponnen? Dann leiden Ihre Pflanzen unter Spinnmilben. Die Blätter erscheinen oft silbrig punktiert, trocknen dann aber auch ein. Spinnmilben mögen trockene Heizungsluft, deshalb kann man ihnen mit häufigem Besprühen begegnen. Oder stecken Sie Ihre Pflanzen in die „Tütensauna“. Pflanze tropfnass einsprühen, großen durchsichtigen Kunststoffbeutel überstülpen und verschließen, 2-3 Tage so lassen. das hält die stärkste Spinnmilbe nicht aus.

Olivenkraut 1Kennen Sie das?
Olivenkraut
Ein hübsches Kraut mit nadeligen Blättern bereichert seit Kurzem die Palette der Gewürzkräuter. Das Olivenkraut überrascht durch sein kräftig-würziges Aroma nach Oliven. Es wird auch Grünes Zypressenkraut genannt, botanisch Santolina viridis, verwandt mit dem Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissas). Man kann es im Topf auf der Fensterbank ebenso ziehen wie im Garten, sehr hübsch wirkt es im Balkonkasten zwischen bunten Blumen. Hauptsache, der Platz ist sonnig und man hält es stets leicht feucht. Olivenkraut ist mehrjährig und bedingt winterhart – vergleichbar Rosmarin und Lavendel. In der Küche lässt es sich verwenden, wo auch Oliven passen – in Nudelgerichten, für Salate, zu Fisch, im Pesto.

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