Garten: Letzte Blütenfreuden

Garten: Letzte Blütenfreuden

Chrysanthemen 1Pflanze der Woche:
Chrysanthemen
Blütenwonne, mit und ohne Sonne! Chrysanthemen oder Winterastern werden schon seit über 3000 Jahren in Ostasien kultiviert und gelten dort als kaiserliche Blumen. Zusammen mit Bambus, Pflaume und Orchidee zählt die Chrysantheme in China zu den „vier Edlen“ und steht als Symbol für Mut, ein langes Leben und ewige Liebe. Bei uns ist sie als späte Blütenzier hochwillkommen. Chrysanthemen werden in den Gärtnereien von April bis August über Nacht verdunkelt. Denn als Kurztagpflanzen bilden sie erst Blüten, wenn die Tage kürzer als 14 Stunden sind. Man gaukelt ihnen also kurze Tage vor, damit sie schon blühen, wenn die langen Nächte erst anbrechen.

Bauernregel:
Warmer Oktober bringt fürwahr
uns sehr kalten Februar.

Chrysanthemen 2Die Wucht in Blüten
Damit Chrysanthemen lange prächtig blühen, müssen sie gleichmäßig leicht feucht gehalten werden, dürfen aber nicht vernässen. Drei bis fünf Wochen blühen sie dann, solange es nicht zu kalt wird. Verwelkte Blütenköpfe immer gleich ausbrechen oder wegschneiden. Um Chrysanthemen zu überwintern, pflanzt man sie am besten aus. Die Triebe werden zwar durch Frost leiden, aber die Wurzeln kommen meist durch. Nach Rückschnitt im Frühjahr treiben sie schnell wieder nach. Hell und kühl bei 5 °C kann man Chrysanthemen aber auch im Topf überwintern.

TomatenDie Frucht in Tüten
Die letzten Tomaten haben’s nicht einfach mit dem Reifen. Obwohl es der Oktober sehr mild meinte, lässt die Rotfärbung oft auf sich warten. Mit dem Wettersturz jetzt wird’s auch nicht leichter. Eine Reifehaube kann helfen, den Reifeprozess zu beschleunigen. Diese Kunststoffhauben werden über die Tomatenstauden gestülpt, um sie nachts warm zu halten. Tagsüber jedoch unbedingt aufrollen oder zumindest gut lüften, sonst stellen sich Schimmel und Fäulnis ein. Hilft auch das nicht, können orangefarbene oder hellrote Tomaten auf der Fensterbank nachgereift werden. Legen Sie einen Apfel dazu, dann geht es schneller.

WinterportulakDie Zucht zur Güte
Es ist nach vielen warmen Tagen kühl genug geworden, dass man Winterportulak aussäen kann. Die Salatpflanze, auch Löffelkraut, Postelein oder Kubaspinat genannt, keimt nämlich nur, wenn die Temperaturen unter 12 °C fallen. Dann aber gehen die Samen rasch auf, innerhalb von acht Wochen ist die erste Ernte möglich. Saattiefe 1 cm, Reihenabstand 15-20 cm.

BougainvilleeVorsicht: Kalt!
Es ist spürbar kälter geworden. In den kommenden Nächten muss sogar teilweise mit Nachtfrost gerechnet werden. Da sollten tropische Kübelpflanzen wie Chinesischer Roseneibisch, Engelstrompete, Passionsblume, Bougainvillee oder Prinzessinnenblume besser über Nacht ins Haus geholt werden. Schönfaden, Kassien, Enzianbaum und Bleiwurz rückt man an einen geschützten Platz, etwa an eine Wärme abstrahlende Hauswand, unter einen Dachvorsprung, in eine windgeschützte Ecke. Die robusteren Mittelmeergewächse wie Oleander oder Olivenbaum dürfen draußen bleiben, sie vertragen kurzzeitige Kälte problemlos.

Gartenzitat
„Im Herbst steht in den Gärten die Stille, für die wir keine Zeit haben.“
Victor Auburtin (1870-1928)

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