Der wachsende Adventskalender

Der wachsende Adventskalender

Adventskalender sind doch etwas Wunderbares. Ich finde es nur schade, dass sie immer „abnehmen“, dass die Türchen zum Öffnen immer weniger werden, dass die Anzahl der Päckchen sinkt, dass die kleinen Leckereien verschwinden…

Also dachte ich mir, warum nicht einen Adventskalender ersinnen, der stetig „zunimmt“? Und der war flugs entwickelt. Ich habe in meinen Beständen gekruscht, gesucht und gefunden – einen wunderbaren Flechtkorb, der steht jetzt auf unserem Esszimmertisch. Noch ist nichts drin, aber ich werde ab dem 1. Dezember jeden Tag eine Kleinigkeit hinein geben. Einen Zapfen, eine vertrocknete Rose, eine abgeblühte Hortensienblüte, einen Tannenzweig, einen rotbackigen Apfel, eine Walnuss, ein Büschel Thymian, eine knorrige Wurzel, ein Stück schöne Rinde… Was immer ich so finde. Im Garten, beim Spazierengehen oder Wandern.

An den Adventssonntagen (also schon heute am 30. November) stelle ich jeweils ein kleines Windlicht dazu. Im einfachsten Fall ein Glas, in das ich ein Teelicht stelle – und natürlich feierlich entzünde. Und wenn es mir dann Spaß macht, kann ich den Adventskalender noch weit über Weihnachten hinaus bestücken, weiter füllen und ihn zum Neujahrskalender, zum Drei-Königs-Kalender, zum Lichtmesskalender umfunktionieren…

Statt der Fundstücke aus der Natur kann man natürlich auch andere Dinge sammeln, damit der Adventskalender wächst: Kleine Geschenke für die Familie, die dann an Heiligabend gemeinschaftlich ausgepackt werden. Weihnachtsschmuck, der am 24. Dezember dann an den Christbaum wandert. Kleine Botschaften für den Liebsten, Gedichte, Gutscheine, Erinnerungsstücke… Mit jedem Tag wächst so die Freue, und nimmt nicht ab. Und: Alles selbst gemacht! Ganz tolle Ideen für Adventskalender habe ich übrigens auch bei Hanna Charlotte Müller im Selbermachen-Blog bei Brigitte.de gefunden. Der Ast-Kalender lässt sich ebenso zum Füllen statt zum Entleeren einsetzen! Und genausogut der CD-Kalender.

4 Kommentare
  • Doris
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    Das ist mal eine tolle Adventskalender-Idee und was ganz anderes. Super!

    14. Dezember 2008 um 0:38
  • Iris Hirschhorn
    Antworten

    Da fällt mir gleich noch was ein: Bestimmt gibt es so Leute wie mich, die über den Sommer ganz viele verschiedene Wildkräuter und Gartenkräuter gesammelt haben, die jetzt in trockenen Tüten drauf warten, was weiter mit ihnen geschieht: Sie könnte man doch auch, jeden Tag ein anderes dieser Kräuter, in so ein „Adventskalender-Sammel-Gefäß“ geben und dann an Weihnachten alles kräftig mischen und fertig ist die Kräutermischung für das kommende Jahr…..
    Ich finde, ein bißchen Schummeln ist in diesem Fall auch erlaubt, wenn doch heute schon der 15. Dezember ist, weil nachträglich plündern würde man einen Adventskalender doch auch, oder?

    15. Dezember 2008 um 21:12
  • Barbara Stark
    Antworten

    Hallo Frau Greiner,

    die gleiche Idee habe ich mit dem Weihnachtsschmuck umgesetzt. Hat zwar grad nichts mit Kräutern zu tun. Ich habe an eine Eisenkranz über dem Esstisch jeden Tag neue Weihnachtskugeln aufgehängt, die Kinder immer etwas gebasteltes. Und am 23.12. wurde alles gesammelte dann in den Weihnachtsbaum gehängt. So wird man dann auch nicht gleich am 1. Advent von übermäßig viel Deko erschlagen. Liebe Grüße
    Barbara Stark

    30. Dezember 2008 um 13:34

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