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Skurrile Pflanzennamen M

Wie bitte? Ich höre wohl nicht recht? Darf man so was überhaupt aussprechen? Anzüglich bis vulgär, hier nicht mehr oft ausgesprochene Pflanzennamen mit M.

Männerliebe –> Brennnessel (Urtica)
Scherz? Ja und nein. Derart unangenehme Gewächse können doch nur Männer gern haben – aber die haben Männer wirklich gern, weil sie Männerleiden (Prostatabeschwerden) lindern und als Aphrodisiaka gelten.

Maulaffen –> Pantoffelblume (Calceolaria)
Vorstellungskraft und Phantasie gefragt, schon wird’s deutlich! Ebenso wie Pantoffelblume, Hatscherl, Schläppeli, Geldbeutel oder auch – hihi – Hummelarsch.

Mäusezahn –> Alpenglöckchen oder Troddelblume (Soldanella)
Weder Kosenamen ähnlich Zuckerschnute oder Schnäuzelchen, noch das Einhorn aus der Toy Story sind hier gemeint. Kennt Ihr noch das niedliche Häkel- oder Strickmuster namens Mäusezähnchen, das Ärmelränder, Ausschnitte und Abschlüsse ziert? Kleine Zacken am Rand. Wie hier bei den Blütenglöckchen.

Menschenmörder –> Seidelbast (Daphne mezereum)
Huch, bleib mir bloß vom Hals! Oder besser aus dem Hals, denn den Seidelbast oder Kellerhals (verfälscht aus Quäl den Hals) ist wirklich giftig. Insbesondere in den Samenkernen stecken gefährliche Alkaloide.

Mistpfützenblümchen –> Blaustern (Scilla bifolia)
Wie kann man nur ein so bezauberndes Blümchen derart herabwürdigen? Sternhyazinthe, Blaues Schneeglöckchen, Märzenblümlein – das passt. Aber warum ein so übelriechender Name? Wer schon mal genauer geforscht hat, wo Blausterne am liebsten wachsen und am üppigsten gedeihen, wird das Rätsel lüften. Frisch mit Miste oder Jauche gedüngte Wiesen!

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