An dieser Wildblume kann man gar nicht vorbeisehen, obwohl sie zierlich ist und kleine Blüten trägt. Doch die Blüten leuchten so intensiv pink, dass sie sich überall deutlich herausheben. Ich spreche von der Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum). Marien- oder Herrgottströpfchen wird sie auch genannt, ebenso Blutströpfchen oder Blutnelke, Feuernägele oder Hahnenkämmchen.
Doch woher stammt der geläufige Name Kartäuser-Nelke? Das geht auf den Orden der Kartäuser zurück, der im 11. Jahrhundert vom heiligen Bruno von Köln mit sechs Gefährten in der Chartreuse gegründet wurde. Im Traum hatte er in der einsamen Gebirgsregion bei Grenoble sieben Sterne gesehen. Hatte er wohl Nelken bemerkt? Jedenfalls errichtete er dort ein bis heute berühmtes Kloster. Und die Nelken tragen bis heute dessen Namen.

Was tun mit den Kartäuser-Nelken? Stehen und blühen lassen! Denn sie stehen wie alle Arten der Gattung Dianthus unter Naturschutz. Sie sind wichtige Nektarspender für Schmetterlinge und Futterpflanzen für Raupen. Außerdem heißt es im Volk, dass man die Blitzblümchen, Donner-, Wetter- oder Einschlagnägelchen keines falls abrupfen und ins Haus bringen darf – sonst schlägt der Blitz ein.
War das nützlich?
Gott sei Dank sehen wir diese wunderschöne Wildblume jeden Tag noch bei unserer Hunderunde. Leider blüht sie nicht mehr auf der Seite der gegen über der Bahnlinie ehemals liegenden Wiese. Da wurde eine kilometerlange Photovoltaikanlage errichtet. Von wegen Klimaschutz, wenn dadurch Pflanzen ausgerottet werden. Wimex-Group. Green Washing nennt man das wohl.
PV-Anlagen hätten meiner Meinung nach besser Platz auf Gewerbebauten, über Parkplätzen usw., wo der Boden ohnehin schon versiegelt ist. Die Flurflächen wären besser den Wildpflanzen überlassen, wenn sie nicht landwirtschaftlich genutzt werden.
Mehr Respekt vor pinken Nelken und Co.!!!