Zum Inhalt springen
Logo www.pflanzenlust.de

Kraftprotz Löwenzahn

Mitunter ist es ganz schön hart, um als kleiner Pflanzenkeimling ans Licht zu gelangen. Beton und Asphalt machen es schier unmöglich. Während sich oben die Autos stauen, starten die grünen Untergrundkämpfer mit Vollgas durch.

Mehr vom Löwenzahn? Am Donnerstag 12. März 2026 von 19.00-20.30 Uhr im kostenlosen Online-Workshop „Löwenzahn – das Gold der Wiesen“

Anmeldungen über das LRA Tübingen: HIER KLICKEN

Die kleinen Früchte vom Löwenzahn (Taraxacum officinale) können dank technisch ausgeklügeltem Fallschirm nicht nur perfekt fliegen und weite Strecken zurücklegen. Löwenzahn-Samen gelten auch als wahre Kraftprotze. Unter einer dicken Straßendecke begraben, wollen sie nur eines: Ans Licht und leben. Sie brauchen dafür nichts weiter als etwas Wasser.

Ein Autoreifen hat einen Druck von 3-4 bar, immerhin können Autoreifen mit der Zeit den Asphalt verdrücken – spürbar in Form von Spurrillen. Aber es braucht schon einen Presslufthammer, um die widerstandsfähige Versiegelung wirklich aufzubrechen. Da hämmert der Meißel mit 10-13 bar hinein.

Einen vergleichbaren Druck von bis zu 15 bar hat man bei wachsenden Löwenzähnen gemessen. Der sich streckende Sämling arbeitet wie ein Presslufthammer von unten, nur geräuschfrei und umweltschonend. Immer wieder schaffen es Löwenzähne so, die Straßendecke aufzubrechen.

Sofern sie dann nicht vom rollenden Verkehr zermalmt, vom Streusalz vergiftet oder sonst wie vernichtet werden, entfalten sie eine Blattrosette und treiben bald auch leuchtend gelbe Blütenköpfe.

Sie wachsen schon – die Löwenzähne. Selbst dort, wo es kaum Erde gibt, setzen sie sich durch – als Minipflanzen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Item added to cart.
0 items - 0,00