Hört ihr?

Ich gehe am Waldrand spazieren, genieße die Sonnenstrahlen zwischen den Regenwolken und freue mich über die Stille der Natur. Da höre ich es flüstern. Bald erhebt sich ein Geraune, das zum Rauschen wird, als sprächen tausende Leute. Stimmen der Menge… Auf dem Bild kann man es regelrecht mit den Ohren wahrnehmen.

Hört doch zu!

Stille? Nein, es wird laut, aber angenehm laut. Ich versuche zu ergründen, von was da die Rede ist. Aber es sind zu viele Worte, die durcheinander klingen. Und obwohl ich nichts verstehe, was da gesprochen wird, höre ich gerne zu. Die Artikulation einer Population, ganz und gar nicht populistisch oder Papperlapapp. Sondern natürlich und voller Weisheit. Denn wer sich da unterhält, sind Zitterpappeln (Populus tremula), in schönstes Herbstgold gekleidet.

Pappel-Plappern

Die Blätter haben einen langen, abgeflachten Blattstiel. Daher bewegen sie sich schon beim leisesten Windhauch. Während sie bei einer kleinen Brise eher piano plaudern und plauschen, steigert sich das bei kräftigeren Windböen zu prägnantem Parlieren und Proklamieren. Fährt der Wind so richtig durch die Zweige, wird es phänomenal und fast schon provokativ. Das große Volk der Pappelblätter plappert. Ihr braucht nur eure Ohren aufsperren…

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