Hexenbesen

Nein, ich spreche hier nicht vom Besen, auf dem Hexen zum Blocksberg reiten, auch nicht vom Zauberbesen wie der von Harry Potter. Ich meine merkwürdige Gebilde, die man in Baumkronen, z.B. bei Fichten, Kiefern, Birken oder anderen, finden kann. Aus der Ferne denken viele zunächst an Misteln – aber je näher man kommt, desto klarer wird’s. Misteln können es nicht sein, die wären doch grün beblättert, gabelig verzweigt. Was ist es denn dann?

Nach alter Vorstellung sind es tatsächlich Besen von Hexen, die sich auf ihrem Flug zu tief nach unten gewagt oder verflogen haben und im Baum hängen geblieben sind. Ihr Besen hat sich dabei so verheddert, dass er bis heute dort geblieben ist – die Hexe konnte das Weite nur zu Fuß suchen.

Anderen Geschichten zufolge sind es die Besen der Frau Holle, die sämtliche Spinnweben vom Altweibersommer wegkehrt, damit es richtig Herbst und dann auch Winter werden kann, und dabei ihr Putzinstrument verloren hat.

Hexenbesen oder auch Donnerbüsche sind in Wahrheit Wucherungen, die durch Pilzbefall zustande kommen oder durch Mutationen hervorgerufen werden. Klingt nicht annähernd so mystisch…

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