Hecken im Herbst

Bayern 1 macht Sie mit meinen Tipps gartenschlau: Hecken-Check!

Die trockenen Sommer hinterlassen Spuren im Garten – beliebte Heckenpflanzen wie Thuja und Kirschlorbeer machen schlapp und werden braun.

Thujenhecken mögen’s kühl

Der Lebensbaum, gemeinhin einfach Thuja genannt, fühlt sich bei uns nur dort wohl, wo es feucht-kühle Witterung gibt, mit ausreichend Niederschlägen und mäßigen Temperaturen. Als Flachwurzler kann die Thuja nämlich nur dann genügend Wasser aus dem Boden gut aufnehmen, wenn der ausreichend feucht ist. Trockenheit und Hitze, aber auch Kälte und eisige Winde mag die Thuja dagegen nicht. Zunächst vertrocknen nur einzelne Zweige, aber schließlich die ganze Pflanze. Unter Stress stehende Pflanzen sind gefundenes Fressen für Borkenkäfer, der an den Astansätzen frisst, wodurch diese nach unten abknicken können. Die weiblichen Borkenkäfer legen ihre Eier in die Rinde, erkennbar an stecknadelkopfgroßen Bohrlöchern und dem Fraßgangsystem der Käferlarven unter der Rinde.

Lorbeerkirsche mag es warm

In raueren Regionen nicht winterfest, Lorbeerkirschen frieren regelmäßig stark zurück und bekommen durch intensive Wintersonne Sonnenbrand. In milden Gegenden breiten sich Lorbeerkirschen dagegen schon in die Wälder aus, als invasive Neophyten profitieren sie vom Klimawandel und verdrängen heimische Gewächse. Nicht selten werden Lorbeerkirschen auch von Pilzen (Schrotschusskrankheit) und Schädlingen (Dickmaulrüssler) befallen.

Problematische Heckenpflanzen

Beide Heckenpflanzen sind eigentlich Schatten- oder Halbschattenpflanzen – für sonnige Standorte nicht geeignet. Beide sind giftig, die Thuja kann schwere Hautreizungen wie auch Atemwegsbeschwerden hervorrufen. Beide werden nur wenig bis gar nicht von der heimischen Tierwelt angenommen. Gibt’s da nicht Besseres?

Mein spezieller Tipp:

Als Alternativen bieten sich heimische Gehölze wie Liguster, Hainbuche, Kornelkirsche, Feldahorn, Weißdorn u.a an. Und: Sichtschutz aus laubabwerfenden Gehölzen ist schlau. Im Winter ist Sichtschutz Nebensache, da freut man sich über jeden Sonnenstrahl mehr – viel schöner als eine dunkle, lichtschluckende immergrüne Hecke. Außerdem sind Laubhecken bei Vögeln und Insekten sehr beliebt, die Vögel wiederum halten Schädlinge wie Blattläuse kurz.

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