Neues Jahr, guter Vorsatz: Gesundheit stärken! Da hilft eine Wildfrucht, die immer noch draußen an den Sträuchern hängt, aber auch im Glas als Mus zur Verfügung steht: die Hagebutte!
Health food: Was den Gehalt an Vitamin C angeht, sind Hagebutten unter den heimischen Wildfrüchten mit weit über 1000 mg pro 100 g Frischgewicht unschlagbar, selbst der so hoch gehandelte Sanddorn bleibt mit maximal 800 mg weit dahinter.

Fruity Benefit: Durch Frosteinwirkung weich gewordene oder einfach mit der Zeit überreif gewordene Hagebutten enthalten deutlich weniger Vitamin C, dafür aber mehr Süße. Carotinoide, Flavonoide, Gerbstoffe, Fruchtsäuren, Pektine, Mineralstoffe nicht zu vergessen.
Rose hips sind hip: Erstaunlich, aber wahr: enthalten Hagebutten nach Trocknung, Köcheln oder sonstiger Hitzeeinwirkung immer noch eine gehörige Menge Vitamin C. Das Vitamin in den Butten ist an andere Stoffe gebunden und damit vor dem raschen Zerfall gut geschützt.

Red delight: Das fein passierte Fruchtfleisch der Hagebutten, auch Hiffenmark, Hägenmus oder in der Schweiz Hagebuttenmost genannt, mit etwas Honig unter Joghurt gerührt – fertig ist ein herrlicher Frühstückssnack. Hagebuttenmus mit Tomatenmark, Ingwer und Peperoncini – fertig ist ein delikates Ketchup oder eine Pastasauce. Und was wäre ein echter fränkischer Krapfen ohne Hiffenmarkfüllung…
Anti-Aging-Früchte: Hagebutten vermögen viele altersbedingte Beschwerden aufzuhalten. Hagebutten regelmäßig genascht verbessern das Hautbild, sorgen für mehr Elastizität und bessere Hautfeuchtigkeit, beugen Falten vor.

Hagebuttenpulver bei Gelenkbeschwerden: Entzündliche Prozesse und die damit verbundenen Schmerzen können Hagebutten durchaus lindern. Auch bei rheumatischen Beschwerden wie bei Kreuzschmerzen hat sich eine regelmäßige Einnahme von Hagebutten über längeren Zeitraum bei vielen bewährt, indem es die Beweglichkeit verbessert und weniger Schmerzmittel nötig macht.
Carotinoide sind reichlich drin: Für den Menschen sind sie essentiell, etwa zur Bildung von Vitamin A. Carotinoide wirken als Anti-aging-Stoffe, schützen vor Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alzheimer, Krebsentstehung, Grauem Star und Makuladegeneration. Beta-Carotin und Lycopin sind hitzestabil, sie werden besonders gut aufgenommen, wenn Hagebutten gekocht wurden.

Fun Fact, least but not last: Apfelkonfekt mit Schafgarben-Teegebäck, Hagebuttenjoghurt und Schwarzen Walnüssen:
Für das Apfelkonfekt werden fein geraspelte Äpfel mit etwas Saft, Zimt und Zucker zu einer dicken Paste eingeköchelt. Keksbrösel und geriebene Nüsse sowie zum Verfeinern einen Fruchtlikör untermischen, es soll eine gut formbare Masse entstehen. Daraus Kugeln, Kipferl oder Nocken formen, in Zimtzucker, in Kakao oder Fruchtpulver wälzen.
Fürs Teegebäck einen Butter-Mürbteig kneten (250 g Mehl, 125 g Butter, 75 g Zucker, 1 Ei, 1 Prise Salz, 1 gestrichener TL Backpulver), dann noch ein etwa fingerkuppengroßes Stück Nelkenwurz, mit 1-2 TL Zucker fein aufgerieben, und 1 EL fein geschnittenen Schafgarbenblättchen untermischen. Teig mindestens 1 Stunde kühlen, auswalken, in Rechtecke oder Rauten schneiden bzw. Formen ausstechen, bei 200 °C etwa 15 Minuten goldbraun backen.
Hagebuttenmus mit cremigem Joghurt verrühren, schwarze Walnüsse aus dem Vorrat in dünne Scheiben schneiden oder hobeln und alles appetitlich auf Tellern anrichten. Wer will, kann es darüber noch schneien lassen: Puderzucker fein darüber sieben.