Seit der Antike nutzt man Brombeeren für die Ernährung, aber auch als Heilpflanzen. Besonders die Blätter sind in der Volksheilkunde anerkannt. Junge Blätter verströmen einen angenehmen Geruch, der an eine Mischung aus Blumenwiesenheu und Waldboden erinnert. Sie schmecken zart säuerlich, leicht herb und fein würzig, hinterlassen beim Kauen ein trockenes Mundgefühl. Viele Gerbstoffe zeichnen dafür verantwortlich, dazu Flavonoide, Pflanzensäuren und Vitamin C. Während Himbeeren ihre Blätter im Herbst abwerfen, bleiben Brombeerblätter den Winter über grün und lassen sich sogar bei Schnee und Eis noch pflücken.
Die Ziehzeit bestimmt die Verwendung

Seit alters her werden Brombeerblätter für Tee gesammelt. Man brüht sie frisch oder getrocknet auf, trinkt diesen Tee zum Frühstück oder auch über den Tag verteilt, (nur kurz, 40-60 Sekunden gezogen) warm, lauwarm oder auch gekühlt als Durstlöscher oder (länger, 7-10 Minuten gezogen) heiß bis warm bei akuten Beschwerden wie Durchfall.
Feine Grundmischung
Eine Mischung aus Himbeer- und Brombeerblättern, ergänzt durch ein wenig Laub von Erdbeeren und Schwarzen Johannisbeeren, ergibt einen außerordentlich wohlschmeckenden Haustee, der früher in fast jedem Haushalt vorrätig gehalten und häufig getrunken wurde. Je nach Jahreszeit lässt sich der Charakter abwandeln, indem weitere Kräuter, Blüten oder Früchte beigemischt werden – etwa getrocknete Brombeeren.
Durch Fermentation veredeln
Besondere Eleganz erhält ein solcher Aufguss, wenn man die Blätter vorher fermentiert. Die unter Luftabschluss mittels Enzymen umgewandelte Blattware ist dann nicht mehr grün, sondern dunkelbraun bis schwarz, duftet zart nach Rosen und schmeckt ähnlich wie feinster chinesischer oder indischer Tee aus der Teepflanze. Koffein ist allerdings weder in Himbeeren noch in Brombeeren enthalten.
Ein Haustee für alle Tage
Anders als bei anderen Heilpflanzen darf man Tee aus Brombeerblättern bzw. Mischungen mit anderen Bättern wie denen der Himbeere ganzjährig in beliebigen Mengen genießen. Pfefferminze, Kamille oder Holunderblüten dagegen sollen höchstens ein paar Wochen in die Tasse kommen, dann wird eine mehrwöchige Pause eingelegt – um Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden oder Gewöhnung des Körpers auszuschließen. Der brombeerige Haustee gilt als hervorragendes Stärkungsmittel für die Immunabwehr, hebt die Abwehr gegen Erkältungskrankheiten und hält fit.





