O jemine, was gibt es denn für Pflanzen mit O? Noch dazu solche, die lustig oder merkwürdig klingen? Da fällt einem doch gar nicht ein… O doch!

Obdachlose –> Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Oh, oh – Blüten, die blattlos so spät im Jahr auf der Wiese stehen, haben sozusagen kein Dach (schützendes Laub) überm Kopf. An einem festen Wohnsitz allerdings mangelt es nicht.

Ochsenglotzen –> Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
Die großen Blütenstände fallen auf, als würden sie aus der Wiese herausschauen, wie Augen. O ja, so kommen Namen wie Kuhaugen, Rossguckle oder Ochsenglotzen zustande. Schaut mal aufmerksam zurück!

Ochs wie du –> Benediktenkraut (Centaurea benedicta, Cnicus benedictus)
O du liebe Güte, wem fallen solche Namen ein? Ist leider nicht mehr nachvollziehbar, warum die getrockneten Pflanzen für Heilzwecke, eben die an Bitterstoffen reiche Droge Herba Cnici benedicti so heißt. Der distelige Korbblütler wird wie die Droge auch Kardobenediktenkraut genannt (weil früher als Karde angesehen), was fürs Volk vielfach kaum aussprechbar war – und zu Karabenedik, Karbendl, Kurwendich, Katerbirdixi, Korawenadeckelthee oder Kaktusspinnititius wurde. Owei.

Ohrklunker –> Hagebutte
Kann man sich doch glatt vorstellen, dass leuchtend rote Hagebutten die Ohren zieren, oder nicht?