Endspurt für Regenwürmer

Bayern 1 macht Sie mit meinen Tipps gartenschlau: Was für ein Glück, wenn man viele Regenwürmer im Garten hat!

Abrakadabra – wie wird aus Herbstlaub fruchtbare Erde? Regenwürmer kennen das Geheimnis. Und sie lieben den Herbst.

Rosige Zeiten für Regenwürmer

Sie fressen Erde und abgestorbene Pflanzenteile und bilden daraus in ihrem Darm Ton-Humus-Komplexe. Die finden sich dann in Form der berühmten Regenwurm-Häufchen auf so mancher Rasenfläche wieder. Je mehr Häufchen die Regenwürmer im Garten machen, desto besser, denn bessere Erde gibt es nicht. Der Herbst ist die Lieblings-Jahreszeit der Regenwürmer: Es gibt reichlich Herbstlaub, die Sonne scheint nur noch mild, es ist meistens ziemlich feucht und noch ausreichend warm. Bei diesen idealen Bedingungen sind Regenwürmer höchst aktiv und produzieren wertvolle Erde. Aber nicht nur das, sie lockern mit ihren Tätigkeiten auch den Boden auf, schaffen bis 3 m hinabreichende Röhren für schnelleren Wasserablauf, bringen frische Luft ins Dunkel und bereiten Lücken für Pflanzenwurzeln, damit die besser in die Tiefe gelangen. Und Regenwürmer sorgen für eine bessere Nährstoffversorgung, denn ihre Ausscheidungen enthalten jede Menge Stoffe, von denen Pflanzen profitieren.

Häufchen minimieren

So nützlich die Bodenbewohner sind, Regenwurmhäufchen können einen gepflegten Rasen ganz schon verunzieren. Pro Quadratmeter bis zu 200 Würmer hinterlassen eine Menge Häufchen, darauf rutscht man schon mal aus oder holt sich schmutzige Schuhe. Das darf aber kein Grund sein, die hilfreichen Tiere zu verjagen – dafür sind Regenwürmer viel zu wichtig in Sachen Bodenverbesserung. Ein bisschen nachhelfen kann man aber schon:
Laub und Grasschnitt von Rasenflächen immer beseitigen, dann gehen Regenwürmern woanders auf Nahrungssuche. Rasen mit grobem Sand bestreuen, damit die Oberfläche schneller trocknet, dann ziehen sich die Würmer gerne zurück. Regenwurmhäufchen trocknen lassen, dann mit einem Besen oder Rechen als Extraportion natürlichen Dünger auf dem Rasen verteilen.

Mein spezieller Tipp:

Kaffeesatz, Zwiebelschalen und Schnittlauchreste sind Lieblingsfutter von Regenwürmern – damit lockt man sie zum Komposthaufen.

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