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Weiblein

Noch mehr Schlüsselblumen blühen, jetzt kommen die Weiblein:

Bitte nicht vergessen: Schlüsselblumen stehen unter Naturschutz! Nicht abpflücken.

Schlüsselblumen

Dort am grünen Hügel glänzen
Schmucke Blümchen schön wie Gold,
Ihnen sind als Frühlingsboten
Alle Menschen gut und hold.

Schlüsselblümchen ist ihr Name,
Und wie Honig süss ihr Duft,
Und mit Veilchen um die Wette
Würzen sie die linde Luft.

Sie des Lenzes erste Kinder
Sind gar frühe schon erwacht,
Stiegen aus des Grabes Dunkel
Eh‘ noch Ostermorgen tagt.

Sie erschlossen froh die Erde
Bei des Lenzes erstem Weh’n
Und verkünden, daß sich nahe,
Aller Blüthen Aufersteh’n.

Diese Blümchen laß ein Zeichen
Himmelsköniginn Dir sein,
Daß ich freudig Dir die Schlüssel
Weih‘ zu meinem Herzensschrein.

Schliesse früh es auf zur Tugend.
Mach‘ es jung an Schätzen reich,
Rein und golden laß‘ es glänzen,
Den bescheid’nen Blümchen gleich.

Vertont von Franz Liszt (1811-1886) nach einem Gedicht von Joseph Müller (1802-1872) aus „Muttergottes-Sträußlein zum Maimonate“

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