Die wohl höchste Bedeutung als Heilpflanze hat der zu den Malvengewächsen zählende Echte oder Arznei-Eibisch (Althaea officinalis), auch Weiße Malve, Samtpappel oder Heilwurz genannt. Mit nahezu zwei Metern Wuchshöhe ziert er als ausdauernde, anspruchslose wie robuste Staude viele Bauern- und Apothekergärten. Der Eibisch hat eine lange Tradition als Heilpflanze, bis heute sind Wurzeln, aber auch Blätter und Blüten zur Behandlung von Husten im Rahmen einer Erkältung, trockenem Reizhusten und Schleimhautentzündungen gebräuchlich.

Wiederum sind es Schleimstoffe, die den Eibisch so heilkräftig machen. Bei der Zubereitung der Wurzeldroge vom Eibisch ist zu beachten, dass die Wurzelstücke unbedingt kalt angesetzt werden müssen. Die Stückchen würden sich in heißem Wasser sonst mit einer kleisterartigen Stärkeschicht überziehen, was ein Herauslösen der wertvollen Schleimstoffe unterbände. Blätter und/oder Blüten können dagegen heiß überbrüht werden.

Malven und Eibisch sind ganz klar auch Thema im Lehrgang Volksheilkunde der Gundermannschule – historisches wie die Geschichte der Marshmallows wird ebenso besprochen wie die aktuelle Einschätzung solcher Pflanzen durch die moderne Wissenschaft, welche den Einsatz von Eibischwurzel bei Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum und damit einhergehendem
Reizhusten sowie bei Magenbeschwerden unterstützt.
