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Skurrile Pflanzennamen G

Gänseblümchen, Giersch und Glockenblume – kennt doch jeder. Aber Gamaschenknopf für den Kleinen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), Glühlicht für Löwenzahn (Taraxacum officinalis) oder Grillengras für Schafgarbe (Achillea millefolium)? Immer eine Unterhaltung wert wie auch folgende Pflanzennamen des Volkes mit G:

Geh-weg-und-komm-wieder –> Echter Ehrenpreis (Veronica officinalis)
Dieses Wegerichgewächs war nicht nur als Heilpflanze (Heil aller Schäden) berühmt, sondern auch als Beruf- oder Beschreikraut, also gegen Hexerei. „Ehrenpreis macht dem Teufel die Ohren heiß!“ hieß es. Man versuchte mit der Pflanze die Milch bei Kühen wieder fließen zu lassen, welche durch Zauberei versiegt war.

Geisterhemden –> Fichtenspargel (Monotropa hypopitys):
Das braucht wohl kaum erläutert zu werden…

Gifterlegigak –> Schöllkraut (Chelidonium majus)
Blüht gelb wie ein Gackele (Eigelb) und ist giftig, darauf wird Gifterlegigak – ganz einfach.

Gläserbürste –> Wilde Karde (Dipsacus fullonum)
Lässt sich nicht übersehen, dass sich die Blüten- und Fruchtstände der Karde gut zum Reinigen eignen.

Götterspeise –> Beifußblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)
Der intensive Duft hat dem Korbblütler – auch Wilder Hanf oder Ragweed genannt – zur Bezeichnung Ambrosie, Götterkraut oder eben Götterspeise verholfen. Bitte nicht mit der waldmeistergrünen oder himbeerroten Süßspeise aus Zucker, Geliermittel und Farbstoff („Wackelpudding“) verwechseln. Ambrosia ist ursprünglich die Speise der Götter, die Unsterblichkeit verlieh. Paradox, wenn ein derart kritisch eingestufter, weil hochallergener invasiver Neophyt so einen himmlisch verlockenden Namen erhält.

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