In loser Folge werde ich hier im Blog Pflanzennamen vor, die außergewöhnlich klingen – und in aller Regel viel von den Gewächsen preisgeben. Ich beginne mit A:

Abendrot und Morgenrot –> Ringelblume (Calendula officinalis)
Weil sich die Blütenkörbchen morgens gegen 9 Uhr öffnen und abends gegen 17 Uhr schließen.

Adam und Eva im Paradies –> Pfingstrose (Paeonia):
Schaut man einer pompösen Blüte ins Herz, erkennt man die stattlichen Fruchtknoten oder bereits reifende Früchte. Diese werden nicht nur als Hahn und Hühnchen oder Hänsel und Gretel bezeichnet, sondern auch als Adam und Eva. Mitten in einem herrlichen „Garten“ aus Blütenblättern können sie sich auch nur im Paradies befinden.

Aloisiusglöcklein –> Akelei (Aquilegia)
Zu Ehren des heiligen Aloisius, der am 21. Juni seinen Ehrentag hat und zu dem die Akeleien Hauptblütezeit haben – vor dem Klimawandel.

Altweiberarsch –> Portulak (Portulaca oleracea):
Pflanzen mit „fetten“ Blättern sagte man früher nach, dass sie die „Schwäre im Arsch“ lindern könnten, gemeint sind Hämorrhoiden, Enddarmvorfall, Abszesse und Ähnliches, unter denen ältere Frauen oft leiden.

Arme-Leute-Blume –> Sonnenblume (Helianthus annuus)
In Gärten der Kleinbürger und mittellosen Menschen gerne gesäte Blume, in Bauern- und Siedlungsgärten häufig gepflegte Ölpflanze, an Bahndämmen und Schuttplätzen von selbst keimendes Gewächs.
Was ist ein Name? Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften.
William Shakespeare