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Pflanzenrätsel im Dezember 2025: Auflösung

Seid Ihr des Rätsels Lösung nahe gekommen? Klar, es ist die Fichte (Picea abies)!

Hier die Erklärung:

Oben ganz links – Bienen und Honig: Schild-, Rinden- und Zierläuse saugen den Saft der Pflanze aus den Siebröhren (in denen Pflanzen die Photosyntheseprodukte gelöst in Wasser von oben nach unten transportieren) und scheiden überschüssigen Zucker aus. Diese Ausscheidungen, Honigtau genannt, „ernten“ Bienen und verarbeiten ihn zu Honig, zu Waldhonig. Die Schnabelkerfe (Läuse) nennt man übrigens Phloem-Bibitoren (Siebröhrensafttrinker).

Oben zweites Bild von links – Hughes H-4 Hercules: Dieses Flugzeug mit der erstaunlichen Flügelspannweite von fast 100 Metern wurde aus Holz gebaut und erhielt den Namen „Spruce Goose“ (Fichten-Gans), obwohl nicht Fichtenholz, sondern Birkenlaminat verwendet wurde.

Oben zweites Bild von rechts – Geige: Während Ahorn das Holz für Korpus und Hals von Geigen liefert, Ebenholz Saitenhalter, Griffbrett und Wirbel formt, sorgt aus Fichtenholz gefertigte Decke für den einzigartigen Klang zahlreicher Saiteninstrumente als Klang-, Ton- oder Resonanzholz.

Oben rechts – Haselmaus: Nicht etwa, dass dieses putzige Tierchen von der Fichte leben würde, nein, die Haselmaus soll auf die Haselfichten verweisen. Haselfichten haben äußerst feinmaseriges Holz mit wellenartigen Jahresringen. Sie wachsen in eng begrenzten Regionen, z.B. im Geigenwald in den Dolomiten, im Lungau, in Nord- und Südtirol.

Unten links – Brot: Schon lange, noch immer und wahrscheinlich eine Weile länger gilt die Fichte als der Brotbaum der Forstwirtschaft. Aus der Rinde (genauer: aus dem Bast) der Fichte lässt sich Mehl gewinnen, mit dem vor allem in Notzeiten Brot gebacken wurde. In Skandinavien gibt es das „Barkbröd“ bis heute.

Unten Mitte – Kleiderbügel: Kleiderbügel werden vorzugsweise aus Buchenholz oder anderen edlen Holzarten gefertigt, nicht aus Fichtenholz – ausgenommen aus ausgedienten Weihnachtsbäumen (dafür einen Astkranz entsprechend zurechtsägen). Aber bei der Fichte kann man seine Garderobe ordentlich aufhängen, denn sie ist ein sog. Totasterhalter. Abgestorbene dürre Äste fallen nicht ab, sondern bleiben oft mehrere Jahrzehnte am Stamm und wachsen ins Holz ein. So bilden sie Haken, an denen man seine Kleidung mit oder ohne Bügel aufhängen könnte.

Unten rechts – Kamm und Bürste: Bei Fichten kann man viele verschiedene Wuchsformen unterscheiden, darunter Kamm- mit schlaff herabhängenden Ästen und Bürstenfichten mit kurzen, bürstenartigen Ästen.

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