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Rätsel im Juni 2026: Pflanze 5

Stachel-, Kompass- oder Zaun-Lattich (Lactuca serriola)

Typisch sind seine blaugrünen, stark gebuchteten, unterseits mit markanten Stacheln versehenen, hochkant aufgerichteten Blätter, die wie Kompassnadeln wirken – damit verhindert die Pflanze, dass pralles Sonnenlicht direkt auf die Blattflächen fällt und sie austrocknet. So abweisend der Korbblütler auf den ersten Blick wirkt, so erstaunlich zeigt er sich bei näherer Betrachtung. Er ist doch tatsächlich essbar! Immerhin ist er der Vorfahr unseres Gartensalats (Lactuca sativa)…

Weil er ziemlich viele Bitterstoffe in seinem Milchsaft enthält, werden für die Küche sehr junge Blätter und Triebspitzen bevorzugt. Dank seiner Bitterstoffe lassen ihn aber auch die Schnecken links liegen, was man beim Gartensalat nun nicht unbedingt behaupten kann. Denn die meisten Sorten von diesem enthalten kaum noch bittere Substanzen, die Fraßfeinde abhalten, uns Menschen als „Fraßfeinde“ inklusive.

Durch gründliches Waschen schwemmt man viel vom Milchsaft aus, macht man den Lattich milder. Die alten Volksnamen Wilder Salat, Mauersalat, Ackersalat weisen auf einstige Nutzung dieser Pflanze hin. Mir schmeckt der Lattich gut in einem Omelette oder Kartoffelrösti. Blätter klein hacken und unter die Eier bzw. Kartoffeln mischen, mitbacken bzw. -braten.

Aha – aber wie passt der Stachel-Lattich ins Pflanzenrätsel vom Juni 2026?

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