Rezept Tag

Kraut der Herzen

Sonntag ist Muttertag. Wer die Herzen der Mütter (aber nicht nur die) erfreuen möchte, dem sei der Waldmeister ans Herz gelegt. Waldmeister (Galium odoratum) heißt auch Herzfreund oder Herzensfreude, schon Tabernaemontanus sagte über ihn, dass er das Herz stärken und erfreuen würde. Na also!

Herzensfreude bringt das kleine Kraut allein schon durch seine Gestalt. Und dann erst der Duft! Maiwein, also ein leichter Weißwein angesetzt mit einem Sträußchen Waldmeister, gilt seit jeher als Kräftigungsmittel für Herz und Leber. Getrocknet in ein kleines Kissen oder einfach in ein hübsches Taschentuch gefüllt, verhilft der Waldmeister zu herzigen Träumen. Aber immer daran denken – Waldmeister entwickelt seinen wunderbaren Duft erst, wenn er welkt. Bei mir darf er in der Wohnung trocknen, das bringt gute Laune in die Räume. Und dann hätte ich hier noch ein Rezept: Rhabarbersaft mit Waldmeister.

Ahornblüten-Show

Man kann derzeit wahrlich zusehen, wie sich Knospen öffnen, sich Blüten entfalten, Blätter sprießen. Auf der Bühne der Natur jagt ein Event den nächsten. Eines der schönsten Frühjahrsschauspiele ist die Blütezeit vom Spitzahorn (Acer platanoides). Muss man das in Worte fassen?

Die Blüten sind übrigens essbar – hier mein diesjähriges Rezept: Ahornblütensalat.

Radieschensuppe mit Sprossengarnitur

Radieschen – verlockend rot, knackig zart. Und was ist mit den Blättern? Die werfen die meisten weg. Schade! Denn die Blätter schmecken sehr gut, enthalten reichlich Chlorophyll, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Damit lässt sich beispielsweise ein schnelles, feines Süppchen kochen. Mit ein paar Sprossen wird alles noch aufgewertet. Wie beim Küchen-Rendezvous „Keimling trifft Sprosse“ heute. Zum Rezept:

Springkraut-Pflanzerl

Noch steht es üppig da, das Indische Springkraut – und trägt reichlich Kapseln. Darin sind viele, viele Samen. Damit die sich nicht alle wieder verbreiten, ernte ich einen guten Teil und koche damit, z.B. Springkrautpflanzerl.

Hier das Rezept, reicht für etwa 10 Pflanzerl:

Kartoffel trifft Beifuß

Letzter Mittwoch im September, Schlossgut Odelzhausen: Beim Küchenrendezvous herrscht Hochbetrieb. Motto diesmal: Kartoffel trifft Beifuß. Zum Auftakt gibt es Kartoffel-Dinkelbrot mit falscher Leberwurst und Apfelchutney – alles gewürzt mit Artemisias Zauberkraut. Kaum hatte man sich versehen, war alles ratzeputz aufgegessen. Muss also wirklich gut geschmeckt haben. Und weil es so gut war, hier das Rezept vom Kartoffel-Dinkelbrot:

Die klügsten Gärtner…

Blaue Schweden

Blaue Schweden

…haben die buntesten Kartoffeln! Bringen Sie Vielfalt in Ihre Küche, mit farbenfrohen Kartoffeln. Rote, blaue, violette oder hübsch marmorierte, die tragen so klingende Namen wie Blaue Schweden, Rosa Tannenzapfen, Vitelotte oder Shetland Black. Umwerfend gut sind auch viele alte Sorten in Hörnchenform, etwa Bamberger Hörnchen, Lungauer Kipferl oder die weithin berühmten La Ratte. Die bringen Schwung in die Pfanne und in den Topf. Doch kaufen kann man die farbenfrohen Kartoffeln selten, und wenn, sind sie sehr teuer. Also selber pflanzen – das geht sogar auf dem Balkon.

Mitmachen – es lohnt sich! Für alle!

Ein Genuss der besonderen Art: Essbare Wildpflanzen, jetzt jeden Monat neu!

Ein Genuss der besonderen Art: Essbare Wildpflanzen, jetzt jeden Monat neu!

Pünktlich zum Start ins neue Jahr: Der neue Newsletter „Essbare Wildpflanzen“ ist da!

Wer Lust an Wildkräutern hat, sich am Unkraut freut oder wilde Pflanzen mag, kommt am neuen Newsletter von Essbare Wildpflanzen nicht mehr vorbei! Mein sehr geschätzter Freund Steffen Guido Fleischhauer veröffentlicht ihn ab sofort monatlich. Hier gibt es viel Interessantes über Leute, Produkte, Veranstaltungen und noch mehr zu lesen. Und mit wachsendem Interesse werden viele neue Beiträge darin sprießen, die „essbare Wildnis“ immer schöner! Hier gibt es mehr darüber: www.essbare-wildpflanzen.de

Meine Wenigkeit steuert jedesmal ein neues Rezept mit Wildpflanzen bei. Doch nicht nur das, unter dem Motto „Märchenhaft genießen“ schwelge ich mit Ihnen in Köstlichkeiten der Natur und Literatur – verbinde Gaumenschmaus mit Lesegenuss. Appeitit bekommen? Dann schnell hier eintragen: Bestellung des Newsletters.

Senfquitten mit Salbei

Zum Käse, zum Wild, zum kalten Braten, zu schlichten Kartoffeln – die Senfquitten schmecken mir immer gut. Dass sie auch gut aussehen, dafür hat hier Christa Brand gesorgt. Christa ist Fotografenmeisterin, sie versteht es meisterlich, das Licht einzufangen. Fast meint man, dass einem beim Anblick hier der herrliche Duft nach Quitten und Salbei um die Nase zieht.

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