Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Kosmetik aus dem Garten, Teil 1

Gurken_nicht nur als Salat erfrischendGurkenmaske – Ringelblumencreme, das sind altbekannte und altbewährte Pflegemittel mit Gartenpflanzen. Wer im Garten arbeitet, kann ein bisschen Kosmetik gut gebrauchen. Um die Hände nach der Arbeit in der Erde wieder zu glätten, um das Gesicht nach einem Sonnentag zu kühlen, um sich ein entspannendes Bad zu gönnen. Schön wie die taufrische Rosenknospe mit Naturkosmetik! Die Ingredienzien kommen frisch aus dem Garten, weitere Zutaten finden sich überwiegend im Haushalt. Die Schönheitsmittelchen sind schnell selbst zubereitet – zum Genießen sollte man sich dann aber reichlich Zeit nehmen.

Garten: Auf in die Hundstage

MahoniePflanze der Woche:
Mahonie
Dass die Mahonie (Mahonia aquifolium) mit den Berberitzen verwandt ist, zeigt sie im zeitigen Frühjahr mit duftenden, goldgelben Blüten. Das ledrige, glänzend dunkelgrüne Laub lässt eher an eine Stechpalme denken. Jetzt aber spenden sie ihre blau bereiften, schwarzroten, erbsengroßen Früchte. Die lassen sich gemischt mit anderen Früchten der Saison gut zu Marmelade einkochen, aber auch entsaften und zu Gelee verarbeiten.

Bauernregel:
Ist St. Anna (26.7.) erst vorbei,
kommt der Morgen kühl herbei.

Vierblättrig, aber glücklos

KleefarnDas Bild zeigt kein Kleeblatt. Zu sehen ist ein Farn! Ja, es gibt doch tatsächlich Farne mit kleeblattartigen Wedeln, die Kleefarngewächse. Solche sind aber nur in den Tropen heimisch? Keineswegs, der Kleefarn (Marsilea quadrifolia) war früher in Deutschland häufig anzutreffen.

C’est la vie, Sellerie

Apium repensAls so genannte FFH-Art steht er streng unter Naturschutz: Der Kriechende Sellerie (Apium repens). Damit gehört das unscheinbare Pflänzchen, hier zwischen Moos zu sehen, zu den derzeit 28 Pflanzenarten, für deren Erhaltung wir alle eine ganz besondere Verantwortung tragen.

Garten: Sommer auf der Höhe

StockrosePflanze der Woche:
Stockrose
Große, farbstarke Blütenkelche reihen sich an meterhohen Stängeln übereinander, sorgen für Aufsehen über viele Wochen. Die Stockrosen (Alcea rosea) blühen. Die spektakulären Malvengewächse stammen aus dem östlichen Mittelmeerraum und Kleinasien, werden aber schon seit dem Mittelalter in unseren Gärten gezogen. Schwarzrot blühende Formen nutzte man vor allem als Heilpflanzen gegen Halsentzündungen, aber auch zum Färben von Wein und Desserts. Ein besonderer Freund der Stockrosen war Goethe, in dessen Garten eine lange Allee dieser prachtvollen Pflanzen den Hauptweg säumte.

Bauernregel:
Des Juli warmer Sonnenschein
macht alle Früchte reif und fein.

Die Wucht in Blüten

MaedesuessMädesüß (Filipendula ulmaria), wie das duftet? Nach Marzipan, Mandeln, Vanille, wenn man an den Blüten schnuppert. Nach Kaugummi, Heftpflaster, medizinisch streng, wer an den Blättern reibt. Ist das nicht erstaunlich? 

Ein Gedicht: Dicke Bohnen

Dicke BohnenWarum gibt es eigentlich kaum noch Dicke Bohnen? Das seit Urzeiten angebaute Gemüse ist in der Versenkung verschwunden, von Busch-, Prinzess-, Bobby-, Stangenbohnen verdängt. Weil sie falsch serviert werden? Weil kaum noch jemand weiß, wie man die Hülsenfrüchte zubereitet? Weil Saubohne, Pferdebohne, Puffbohne nicht gerade schmeichelhafte und verlockende Namen für ein edles Gemüse sind? Ich jedenfalls halte die Fahnen für diese eiweißreiche Kost hoch!

Alle für Deutschland: Fahnen hoch

Fußball, ist ja sonst nicht so mein Ding - aber wenn doch Deutschland im Finale der WM in Brasilien steht? Dann müssen alle hinter der Mannschaft stehen und die deutsche Fahne hoch halten. Statt der Fähnchen an Autos, statt der Spiegelüberzieher, statt Perücken oder Schminke...

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