Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Herbstkost

Vom Baum gefallen, mir (leider nicht direkt) in den Schoß: Bucheckern. Nein, die kleinen Früchte der Rotbuche (Fagus sylvatica) muss man schon aufklauben. Unter vielen Buchen gibt es sie reichlich, einfach ein wenig unterm Laub schauen. Aus ihrer braunen Eckernhülle geschält schmecken die Kerne fein nussig....

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Stricknadelstrauch

Euonymus alatusWow, was für eine Farbe! Spindelsträucher trumpfen jetzt in den knalligsten Farben auf. So wie hier im Bild der Geflügelte Spindelstrauch (Euonymus alatus), verwandt mit dem Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus). Was weiß man denn so über diese Gehölze?

Garten: Letzte Blütenfreuden

Chrysanthemen 1Pflanze der Woche:
Chrysanthemen
Blütenwonne, mit und ohne Sonne! Chrysanthemen oder Winterastern werden schon seit über 3000 Jahren in Ostasien kultiviert und gelten dort als kaiserliche Blumen. Zusammen mit Bambus, Pflaume und Orchidee zählt die Chrysantheme in China zu den „vier Edlen“ und steht als Symbol für Mut, ein langes Leben und ewige Liebe. Bei uns ist sie als späte Blütenzier hochwillkommen. Chrysanthemen werden in den Gärtnereien von April bis August über Nacht verdunkelt. Denn als Kurztagpflanzen bilden sie erst Blüten, wenn die Tage kürzer als 14 Stunden sind. Man gaukelt ihnen also kurze Tage vor, damit sie schon blühen, wenn die langen Nächte erst anbrechen.

Bauernregel:
Warmer Oktober bringt fürwahr
uns sehr kalten Februar.

Märchen, Sagen und Geschichten

Warum die Esche schwarze Knospen hat? Das erzählt ein altes Märchen. Ebenso wie sich in  Geschichten die Rätsel lösen, warum die Linde herzförmige Blätter hat, die Eiche eine so zerfurchte Rinde kleidet. Warum die Lärche jedes Jahr goldene Nadeln bekommt, weshalb die Buche so stachelige Früchte...

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Grün und grün

Foto-Synthese! Grüne Blätter links, grüne Blätter rechts, hübsch vereint. Ein und dieselben? Nein, mitnichten. Links brennt die Nessel, rechts ist sie taub....

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Kapuzi mit Risoni

Kapuzi_Risoni_SalatSchöner als jetzt waren sie noch nie in diesem Jahr, die Kapuzinerkressen. Also ab damit in die Küche. Und was wird gekocht? Ein feiner Salat mit Kapuzi und Risoni. Risoni sind reiskornartige Nudeln, griechisch auch Kritharaki genannt.

Der Geschmack der Wurzeln

???????????????????????????????????????????????????????????????Oft stehen nur noch die Fruchtstände, aber immer wieder sieht man ihn auch noch blühen: Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium). Ein paar Früchtchen zwischen den Fingernägeln zerdrückt entfalten eine unglaubliche Duftwolke, vom Geschmack ganz zu schweigen. Ein Früchtchen zerkauen, und der ganze Mund füllt sich mit Aroma. Das sich im ganzen Kopf ausbreitet. Immer mit einem sehr herben Geschmack verbunden. Dagegen schmecken die Blätter ganz mild, aber zu dieser vorgerückten Jahreszeit nun auch nicht mehr unbedingt erstrebenswert. Aber probieren wir doch mal, wie es sich unter der Erde verhält.

Der Duft der Wurzeln

Geum urbanum WurzelernteDie Pflanzen ziehen sich allmählich zurück, auch wenn der Winter scheinbar noch in weiter Ferne liegt. Wurzelzeit! Wer jetzt eine Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) aus der Erde holt, wird mit einem wundervollen Duft belohnt. Kräftig würzig, eben nach Gewürznelke – denn in der Nelkenwurz steckt dasselbe ätherische Öl wie in den Knospen des tropischen Gewürznelkenbaums (Syzygium aromaticum): Eugenol.

Die wahre Lehre

Die Menschen müssen in der Weisheit so viel als möglich nicht aus Büchern unterwiesen werden, sondern aus dem Himmel, der Erde, den Eichen und Buchen. Johann Comenius (1592-1670)...

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Garten: Noch ist Zeit

LiebesperlenstrauchPflanze der Woche:
Liebesperlenstrauch
Nicht die unscheinbaren Blüten, nicht das mattgrüne Blattwerk, nicht der strauchige Wuchs, sondern die Früchte sind die wahre Attraktion dieses besonderen Gehölzes. Wie der Name Liebesperlenstrauch (Callicarpa giraldii) oder Schönfrucht verheißt, erinnern die außergewöhnlich gefärbten Beeren an kleine süße Zuckerkugeln. Genießbar sind die purpurvioletten „Perlen“ nicht, aber sie bleiben bis weit in den Winter an den Zweigen. Der nur 2-3 m hohe, aus China stammende Strauch ist sehr pflegeleicht, mag es gerne halbschattig auf eher saurem Boden, ist dankbar für einen Winterschutz, treibt aber selbst nach dem Zurückfrieren schnell wieder durch und verträgt radikalen Rückschnitt. Wer zwei oder mehr Sträucher nahe zusammen pflanzt, kann sich über einen besonders üppigen Fruchtansatz freuen.

Bauernregel:
Wenn Hedwig (16.10.) kommt, schneid‘ ab den Kohl,
er schmeckt im Winter trefflich wohl.

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