Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Brainfood

WalnuesseBrain-Food, so nennt man neudeutsch Nahrung, die speziell dem Gehirn zugutekommt. Vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren spielen dabei eine wesentliche Rolle, selbstverständlich auch Vitamine und Mineralien. In Walnüssen steckt eine ausgewogene Mischung davon, deshalb gelten sie als leistungssteigernd sowie konzentrationsfördernd. Nicht umsonst sind Walnüsse stets im Studentenfutter enthalten.

Gehaltvolle Nuss-Nahrung

Walnussbäume gehören forstwirtschaftlich zu den Edellaubbäumen, ihr dunkles Kernholz besticht durch eine besonders schöne Maserung. Im Obstbau legt man dagegen viel mehr Wert auf den Fruchtertrag, ein guter Baum im besten Alter kann bis zu 150 kg Ernte bringen. Walnüsse sind reif, wenn sich im Herbst die grüne, fleischige Außenschale öffnet und die Nüsse zu Boden fallen. Sie müssen sorgfältig gereinigt und getrocknet, luftig und trocken gelagert werden, dann bleiben sie schimmelfrei und monatelang haltbar. Ihr hoher Anteil an Fett (bis 60 %) macht sie zum wahren Powerfood, Vitamine und Mineralien steuern zum hohen Gesundheitswert der Nusskerne bei.

Harte Schale, heilsamer Kern

Walnuesse in verschiedneen Groessen und FormenSonntag, 30. November: der erste Advent! Ein Adventsteller oder Weihnachtsbäckerei ohne Nüsse? Kaum vorstellbar, und die dicke Walnuss gehört immer dazu. Plätzchen, Kuchen, Brot – überall gibt die Baumnuss (im Gegensatz zur Haselnuss, die an Sträuchern wächst) ihren Geschmack dazu.

Gartenwetter: Adventsstimmung

ChicoreePflanze der Woche:
Chicorée
Schneeweiß mit gelbgrünen Rändern, knackig und saftig ist dieser beliebte Wintersalat. Beim Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum), einem Abkömmling der hübsch blau blühenden Wegwarte vom Wegrand, treibt aus einer Rübenwurzel eine kompakte Riesenknospe aus dicht gepackten Blättern. Dafür packt man die Wurzeln dicht in Gefäße mit Sand oder Erde, stellt sie dunkel und warm auf, hält sie leicht feucht. Wegen des Lichtmangels erscheinen weiße Blätter, die aber auch nur wenige Bitterstoffe enthalten.

Bauernregel:
So schau in der Andreasnacht (30.11.),
was für ein Gesicht das Wetter macht.
So, wie es ausschaut, glaub’s fürwahr,
bringt’s gutes oder schlechtes Jahr.

Husten? Nein danke!

Spitzwegerich„Iss Wegerich, spitz oder breit, so kriegst du keinen Husten, wenn es schneit.“ Spitzwegerich gilt als eines der verlässlichsten Pflanzenheilmittel gegen Husten.

Von wegen Schnupfen

„Der nächste Schnupfen kommt bestimmt, doch nicht zu dem, der Thymian nimmt!“ heißt eine alte Weisheit. Wer regelmäßig mit Thymian würzt, beugt am besten vor. Dank seiner ätherischen Öle stärkt er Lunge und Magen gleichermaßen. Und kratzt dann doch einmal der Hals, reizt der Husten,...

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Von einem, der ausstieg und umzog und sein Glück fand

GlueckFortsetzung der Geschichten von vorgestern und gestern – kurzer Rückblick. Verstand und Seele finden keine gemeinsame Basis mehr. Der Verstand zwingt zur Pflicht, die Seele will ausbrechen. Selbst eine Harmonisierungsaktion namens Urlaub führt die beiden nicht wieder zueinander. Da entdeckt die Seele einen Weg. Ob sie den Verstand damit überzeugt? Lest selbst:

Von einem, der ausstieg…

AusstiegKennt Ihr das Märchen der Gebrüder Grimm „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“? Es handelt von einem jungen Mann, der vor nichts Angst hat. Er geht auf Reisen, um das Gruseln zu lernen. Doch selbst an den gespenstischsten Plätzen, in den schauerlichsten Nächten kann er sich nicht fürchten. Mutig schlägt er sich durchs Leben und zieht schließlich das große Los der Märchenwelt, er heiratet die Königstochter. Daran fühlte ich mich ein wenig erinnert, als beim NaturCoach-Lehrgang in Bad Tölz Jörg Lattek seine Seminararbeit vorstellte. Mit großem Vergnügen – denn es ist eine sehr vergnügliche Geschichte mit Happy End – darf ich sie hier im Pflanzenlust-Blog vorstellen. Und schon geht’s los, mit dem „Lustspiel in drei Aufzügen“:

Garten: Ende gut, alles gut

Purpurfetthenne im SpaetsommerPflanze der Woche:
Purpur-Fetthenne
Mit prachtvollen Blütenschirmen fast unverzichtbar für die spätherbstliche Gartenzier: Die Große Fetthenne, aus Großses Fettblatt oder Purpur-Fetthenne genannt (Hylotelephium telephium, vielfach noch als Sedum telephium geführt) sorgt bis ins Frühjahr hinein für leuchtende Farbakzente im sonst schon eher braungrauen Staudenbeet. Sorten wie `Herbstfreude´ (rote Blüten über graugrünem Laub), `Karfunkelstein´ (rosa Blüten, bordeauxfarbene Stiele, im Sommer grünes, ab Herbst dunkelrotes Laub) oder `Matrona´ (hellrosa Blüten über braunrotem Laub) sind dankbare und genügsame Blütenstauden, die sich an sonnigen Stellen wohlfühlen. Keinesfalls im Spätherbst zurückschneiden, damit einem die reizvollen Blüten im Reif oder mit Schneehäubchen nicht entgehen.

Bauernregel:
Mariä Opferung (21.11.) klar und hell,
naht ein strenger Winter schnell.

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