Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

Alle Beiträge

DSDS im grünen Bereich

D s d SpVor langer Zeit, als die Winter noch richtige Winter waren und die Pflanzen mit Frost, Reif und Schnee über lange Zeit in einen Dornröschenschlaf zwangen, da hatte alles noch seine Ordnung. Blumen, Sträucher und Bäume hielten sich sang- und klanglos an die Ruhezeiten. Keinem Gewächs wäre eingefallen, verfrüht aus der Erde zu spitzen, seine Knospen zu öffnen. Geduldig warteten alle auf das Signal. Die Ehre, den Frühling und damit das große Erwachen einzuläuten, fiel den Schneeglöckchen zu.

Kommen Sie mit mir nach Wien!

BR Reise Wien„Du bist die Blume aus dem Gemeindebau“, singt Wolfgang Ambros – und Sie können Blumen und Kräuter mit mir im Gemeindebau bewundern! Vom 30.4. bis 3.5.2015 lade ich Sie auf eine spannende, grüne und blütenreiche, kräutergewürzte und kulinarisch genussvolle BR-Reise nach Wien und Umgebung. Voller einzigartiger Erlebnisse – so haben Sie Wien noch nie gesehen.

Garten: Schönes im Winter

BellisBellis
Zwischen Kissenprimeln, Hyazinthen und Anemonen stehen ein paar Blümchen und warten darauf, Ihr Zuhause zu schmücken. Bellis, zu deutsch „die Schöne“, haben als Urahn das gewöhnliche Gänseblümchen (Bellis perennis), sind durch Züchtung etwas draller und farbkräftiger geworden. Kultursorten gibt es ungefüllt, halbgefüllt oder pomponförmig von weiß über rosa bis dunkelrot. Sie lassen graue Tage und eisige Zeiten vergessen, richtig Frühling wird jedoch erst, wenn man auf drei Gänseblümchen gleichzeitig treten kann.

Wetterregel:
Donnert’s durch den kahlen Wald,
wird’s noch mal sehr kalt.

Entdeckt: Bronzefenchel

Bronzefenchel 2Steht ab und zu schon zwischen den Küchenkräutertöpfchen: Bronzefenchel (Foeniculum vulgare var. rubrum). Noch sieht er zierlich und nicht so sehr bronzefarben, sondern frischgrün aus, aber bald schon packt ihn das Wachstumsfieber und er sprießt kräftig in die Höhe, verfällt er der Mode und kleidet sich chic.

Wildkräuter für (Un)Kultivierte?

WildkraeutersalatIm Supermarkt, in der Gemüseabteilung: Ein Schild preist groß „Wildkräutersalat“ an. Das sticht mir natürlich sofort in die Augen. Ein Folienbeutel mit diversem Blattwerk gefüllt, 250 g für stolze € 3,95, etikettiert ebenfalls mit „Wildkräuter“, Ursprung Italien. Na das wär’s doch! Frische Wildkräuter, verlesen, sofort zum Verzehr bereit. Zu dem Preis kann man die nicht selber sammeln…

Entdeckt: Hirschhornwegerich

HirschhornwegerichImmer auf der Suche nach besonderen Kräutern entdecke ich in einer gut sortierten Gärtnerei dieser Tage doch tatsächlich ein Küchenkraut, das schon die alten Römer auf den Tisch brachten und das man in Südeuropa noch besser kennt als hierzulande: den Hirschhornwegerich (Plantago coronopus). Das sollte sich ändern, denn der mit Spitz-, Mittel- und Breitwegerich verwandte Hirschhornwegerich lässt sich prima im Garten kultivieren, schmeckt nussig-pilzig-würzig, ist vielseitig in der Küche verwendbar und gilt als heilsam bei Blasen- und Nierenleiden. 

Garten: Draußen schneit’s, gegärtnert wird drinnen

Schnittlauch angetriebenFrisch entdeckt:
Schnittlauch
Das Verlangen nach frischem, würzigem Grün steigt um diese Jahreszeit von Tag zu Tag. Wie gut, dass es den Schnittlauch (Allium schoenoprasum) gibt. Nachdem der Schnittlauch im Garten schon einmal gut durchgefroren war, einfach ein knapp faustgroßes Stück abstechen und in einen Topf mit Erde umsetzen. Sämtliche alten Triebe entfernen. Hell und moderat warm um 15-20 °C aufstellen, feucht halten. Innerhalb einer Woche beginnt es kräftig grün zu sprießen.

Wetterregel:
Werden die Tage länger,
wird der Winter strenger.

X