Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Von einem, der ausstieg…

AusstiegKennt Ihr das Märchen der Gebrüder Grimm „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“? Es handelt von einem jungen Mann, der vor nichts Angst hat. Er geht auf Reisen, um das Gruseln zu lernen. Doch selbst an den gespenstischsten Plätzen, in den schauerlichsten Nächten kann er sich nicht fürchten. Mutig schlägt er sich durchs Leben und zieht schließlich das große Los der Märchenwelt, er heiratet die Königstochter. Daran fühlte ich mich ein wenig erinnert, als beim NaturCoach-Lehrgang in Bad Tölz Jörg Lattek seine Seminararbeit vorstellte. Mit großem Vergnügen – denn es ist eine sehr vergnügliche Geschichte mit Happy End – darf ich sie hier im Pflanzenlust-Blog vorstellen. Und schon geht’s los, mit dem „Lustspiel in drei Aufzügen“:

Garten: Ende gut, alles gut

Purpurfetthenne im SpaetsommerPflanze der Woche:
Purpur-Fetthenne
Mit prachtvollen Blütenschirmen fast unverzichtbar für die spätherbstliche Gartenzier: Die Große Fetthenne, aus Großses Fettblatt oder Purpur-Fetthenne genannt (Hylotelephium telephium, vielfach noch als Sedum telephium geführt) sorgt bis ins Frühjahr hinein für leuchtende Farbakzente im sonst schon eher braungrauen Staudenbeet. Sorten wie `Herbstfreude´ (rote Blüten über graugrünem Laub), `Karfunkelstein´ (rosa Blüten, bordeauxfarbene Stiele, im Sommer grünes, ab Herbst dunkelrotes Laub) oder `Matrona´ (hellrosa Blüten über braunrotem Laub) sind dankbare und genügsame Blütenstauden, die sich an sonnigen Stellen wohlfühlen. Keinesfalls im Spätherbst zurückschneiden, damit einem die reizvollen Blüten im Reif oder mit Schneehäubchen nicht entgehen.

Bauernregel:
Mariä Opferung (21.11.) klar und hell,
naht ein strenger Winter schnell.

Pflanzliche Antibiotika

KapuziMeerrettichDieses Jahr lässt der Winter auf sich warten. Im Garten blüht immer noch Kapuzinerkresse. Ein deutliches Zeichen, dass es noch keinen Frost gegeben hat. Manchen mag’s freuen. Ich nehme es, wie es kommt und nutze es.

Natur zeigt Wege – auch musikalisch!

GospelNoiseDa braucht es offene Ohren! Offene Herzen! Und nicht zuletzt offene Geldbeutel.

Nadja Lobner, die vor kurzem das Diplom „NaturCoach“ erworben hat, macht das Motto des Lehrgangs „Natur zeigt Wege“ zum Titel einer karitativen Veranstaltung.

Garten: Reinholen

Silberkoerbchen klPflanze der Woche:
Silberkörbchen
Wenig schmeichelhaft wird dieser Zwergstrauch wegen seines bizarren Wuchses und der auffälligen Färbung auch Stacheldraht oder Geisterpflanze genannt. Silberkopf, Silbergirlande oder Gitterkraut klingen da schon hübscher. In den Gärtnereien findet man den Korbblütler aus Australien oft nur unter seiner botanischen Bezeichnung Calocephalus. Seine verdrehten Triebe mit kleinen silberweißen Blättern bilden Büsche, die wirklich an kleine Drahtkugeln erinnern. Gewöhnlich wird das Silberköpfchen nur einjährig gezogen, oft trocknet es bald ein oder friert ab, bleibt aber lange Zeit dekorativ. Es bildet einen schönen Kontrast in herbstlich-winterlichen Arrangements, kann aber auch in Kränze und Gestecke gebunden werden.

Bauernregel:
St. Elisabeth (19.11.) sagt es an,
was der Winter für ein Mann.

Pechmarie im Wald, 2. Teil

Wald 1Die Pechmarie hatte nicht erwartet angesprochen zu werden und erschrak tatsächlich ein wenig. Aber die Stimme hatte sich wohlmeinend angehört und ein „Willkommen“ hatte sie auch schon lange nicht mehr gehört. So erwiderte sie den Gruß mit einem freundlichen „Hallo, wer bist du?“ – „Ich bin die Eule Jaromir. Und wenn du einen Freund und Beschützer brauchst, will ich gerne für dich da sein.“ Diese Worte erhielt sie zur Antwort.

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