Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Fürs Hirn, gegen Falten

GinkgoSo jung gibt es sie erst nächstes Jahr wieder: Blätter vom Ginkgo (Ginkgo biloba). Jedes von ihnen sieht so bezaubernd aus, dass man schon zuerst überlegt, ob man es pflücken darf. Aber ein paar davon, hier ein von dem Ast, dort eins von jenem Zweig, wird ein großer Baum schon verschmerzen können. Ich brauche nur wenig davon, für eine Tinktur und für eine Lotion. Wozu?

Garten: Alle Wetter!

PerlmuttstrauchFrisch entdeckt:
Perlmuttstrauch
Wild an Berghängen und in lichten Wäldern Chinas heute nur noch selten, bei uns dagegen sehr häufig sieht man den bezaubernd schön und begeisternd üppig blühenden Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis), auch Kolkwitzie genannt. Erst nach 1900 wurde man in England und den USA auf den „beauty bush“ aufmerksam, erst nach 1950 zog er in deutsche Gärten ein. In China nennt man den Strauch „Igelfruchtbusch“ nach den stacheligen kleinen Früchten, die sich später aus den rosaweißen, glockenartigen Blüten entwickeln.

Wetterregel:
Wenn die Schwalben niedrig fliegen,
wird man Regenwetter kriegen.

Sehnsüchtig erwartet

HolunderEr lässt sich Zeit, dieses Jahr, der Holler oder Holunder, mancherorts auch Flieder geheißen. An einigen Ecken blüht er schon, bei mir noch nicht. Die Knospen mögen einfach nicht aufgehen… und so muss der Sommer eben noch ein bisserl warten, denn mit der Hollerblüte beginnt der Frühsommer. Also noch nix mit Hollersirup, Hollerkücherl, Hollergelee. Aber halt, da gab’s doch noch was: Holler-Kapern! Aus den noch geschlossenen Blütenknospen des Holunders lassen sich (wie aus noch unreifen Beeren) Kapern machen.

Heuduft im Glas

HeumanderlWer das Glück hat, frisches gutes Heu (am besten aus den Bergen) zu bekommen, kann den Duft, das Aroma, den Geschmack einfangen – in Sirup! Nicht umsonst führen viele Brauereien und Spezialitätenhersteller Heulimonade im Sortiment.

Grad ist Heumahd

Gras WieseÜberall werden die Wiesen gemäht. Schade, dass es kaum noch nach Heu, nach Cumarin duftet – das Gras wird auf der Stelle siliert. Irgendwie fehlt mir was. Der Duft von frischem Heu ist doch so wunderbar, ein Schmeichler für die Seele… Vielleicht hilft ein kleines Gedicht:

Pflanzen, die man gesehen haben muss

Was gibt es nicht alles für Listen, die ein Mensch im Lauf seines Lebens abarbeiten soll. 99 Dinge, die man im Leben einmal essen, 77 Sachen, die man gegessen haben, 55 Städte, die man gesehen haben muss. Und was machen Botanik-Freaks wie ich? Sie suchen...

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Garten: Saison eröffnet!

Gewoehnlicher SchneeballFrisch entdeckt:
Schneebälle
Schneeballsträucher gehören mit zu den schönsten Blütengehölzen im Garten. Neben den stark duftenden Winterblühern fallen jetzt die großen Blütenteller vom Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus) ins Auge. Der heimische Wildstrauch bietet unzähligen Insekten eine ergiebige Nektarquelle. Ganz anders der prächtige Garten-Schneeball der Sorte `Roseum´ mit seinen üppigen weißen Blütenkugeln. Der trägt nur sterile Blüten, hält keinen süßen Futtersaft feil, schmeichelt aber umso mehr dem Auge des menschlichen Betrachters. Nach der Gartenform ist der Name Schneeball für die Sträucher entstanden, den Gewöhnlichen Schneeball nannte man eher Wasserholunder (weil er viel Wasser braucht) oder Herzbeere (weil die roten Früchte herzförmige Samen haben).

Wetterregel:
Mairegen auf Saaten ist wie Dukaten.

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