Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Schlehen: Wetterprophetisch

Prunus spinosa BluetenSiehst du draußen den Winter winken, sollst du Schlehenfeuer trinken – nein, quatsch, diese „Bauernregel“ ist frei erfunden. Aber rund um Schlehen drehen sich viele alte Weisheiten. „Wenn der Schlehdorn blüht am Hag, wird es Frühling auf einen Schlag.“ Mal bereits Ende März, sicher aber im April ziehen Schlehenhecken duftend weiße Bänder durchs Land. „Ist die Schlehe weiß wie Schnee, ist‘s Zeit, dass man die Gerste säe.“ Nicht wenige Bauernregeln drehen sich um die Schlehe.

Schlehen

Schlehen am StrauchWer jemals eine frische Schlehe (Prunus spinosa) vom dornigen Strauch gegessen hat, vergisst das nie. Die blau-schwarzen Früchte ziehen einem alles zusammen und schmecken sehr herb. Ganz anders mundet dagegen das berühmte Schlehenfeuer, das fruchtig süß über die Zunge rinnt und im Magen für Wärme sorgt. Schlehen wollen eben richtig verwertet sein, um ihre wahren Werte zu offenbaren.

Garten: Jetzt gilt’s

Liebesperlenstrauch 2Frisch entdeckt:
Liebesperlenstrauch
Ja da schau her! Glänzend lilafarbene Perlen am Strauch. Nachdem das Laub von den Ästen fällt, fallen sie richtig ins Auge. Es sind die Früchte von der Chinesischen Schönfrucht (Callicarpa), sehr treffend auch Liebesperlenstrauch genannt. Das höchstens schulterhohe Gehölz passt gut in lockere Zierstrauchhecken, zeigt sich mit unscheinbaren Blüten im Frühsommer und grüner Belaubung sehr zurückhaltend, mag es gerne halbschattig und geschützt, bevorzugt kalkarmen Boden. Sein großer Auftritt kommt im Herbst, die nicht genießbaren, aber äußerst schmuckvollen Früchte halten bis tief in den Winter.

Wetterregel:
Im Gilbhart (Oktober) räum den Garten,
denn willst du warten,
so kommt die Kälte
und nimmt die Hälfte.

St. Gallus

Heute, am 16. Oktober, ist St.-Gallus-Tag. Dazu eine Bauernregel: "Sankt Gallen lässt den Schnee fallen, treibt die Kuh in den Stall und die Äpfel in den Sack." Mal sehen...

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Das treibende Blatt

Vor mir hergetrieben Weht ein welkes Blatt. Wandern, Jungsein und Lieben Seine Zeit und sein Ende hat. Das Blatt irrt ohne Gleise Wohin der Wind es will. Hält erst in Wald und Moder still...

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Gut gemixt wird’s richtig smoothie!

Smoothies - absolut im Trend. Doch wie bekommt man die Zutaten schön klein, eben smoothie? Braucht's dafür ein eigenes Gerät? Und was kann alles rein? Ach, die Wildkräuter nicht vergessen? Antworten gibt es auf www.smoothie-mixer.de. Die Homepage kann ich nur empfehlen. Wo sonst bekommt man...

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Hagebutten satt

PerlhagebuttenWas für ein Zauber – so viele Mini-Hagebutten. Das sind die Früchte der Büschelrose (Rosa multiflora), auch Vielblütige oder Rispen-Rose genannt. Die roten Perlchen halten sich sehr lange, stehen bei mir derzeit überall in den Vasen. 

Was für ein Baum

MispelbaumEinen Hausbaum gibt’s ja öfter, aber so einen habe ich noch nie gesehen. Chapeau! Eine Mispel (Mespilus germanica) passt deshalb auch besonders zu diesem Anwesen am Beginn des Astheimer Quittenlehrpfads (Nahe Volkach, Landkreis Kitzingen) vor die Tür eines Obstbauern. Der Baum wird den Spaziergängern viele „aaahs“ und „ooohs“ entlocken, sowohl zur Blütezeit wie jetzt im Herbst. Die Früchte muten schon seltsam an.

Garten: Damit’s gut wird

Kapuzinerkresse 1Frisch entdeckt:
Kapuzinerkresse
Noch immer schön: Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) blüht und blüht, aufregend orange, je nach Sorte aber auch gelb oder rot, bisweilen mehrfarbig. Seit 1684 ist dokumentiert, dass die eigentlich ausdauernde, hierzulande wegen mangelnder Frosthärte aber nur einjährig gezogene Pflanze bei uns kultiviert wird – und zwar nicht nur zum Schmuck, sondern vor allem auch als Gewürz- und Heilpflanze. Ihre kräftig scharfen Inhaltsstoffe in Blättern, Blüten, Knospen und Früchten wirken wie ein Antibiotikum. Schnell noch zugreifen, denn mit dem ersten Frost ist die Pracht vorbei.

Wetterregel:
Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein.
Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will.

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