Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Sensationell: Perlwurz

Antarktische Perlwurz_Bildnachweis_Rebecca Upson

Foto: Rebecca Upson

Während hierzulande der Winter wenig Schrecken verbreitet, ist mancherorts auf der Südhalbkugel selbst der Sommer eine echte Herausforderung. In der Antarktis klettern die Temperaturen dann kaum über minus 20 °C, nur wenige Tage bleiben so mild, dass Pflanzenwachstum überhaupt möglich ist. Dennoch wagt es die Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis), ein Nelkengewächs. Schon bald werden für die kleine Polsterpflanze die angenehmeren Zeiten vorbei sein, denn der antarktische Winter mit eisigen Stürmen und Kälte bei rund minus 60 °C steht vor der Tür. Schön, dass es hierzulande Frühling wird.

Garten: Da geht schon was

Dolden_MilchsternWas jetzt grad auffällt:
Milchstern
Milchweiße Blüten in Sternform, der Name Milchstern (Ornithogalum) ist Programm. Die Zwiebelblumen eignen sich sehr gut für die Treiberei, ein bisserl Wärme und Wasser, schon schieben sich kräftige Blütenstiele in die Höhe. Nach dem heimischen, rahmfarben blühenden Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum), auch als Stern von Bethlehem bezeichnet, bietet der Handel den aus Südafrika stammenden Orangefarbenen Milchstern (Ornithogalum dubium) mit feuriger Blütenfarbe an. Und schneidet sich damit ins eigene Fleisch, denn angesichts der erstaunlich langen Blütezeit der Milchsterne besteht kein Bedarf an Nachschub, werden kaum frische Pflanzen verkauft – deshalb tragen Milchsterne auch die Namen „Gärtnerschreck“ und „Gärtnertod“ (und nicht daher, weil besonders in den Zwiebeln herzwirksame Giftstoffe enthalten sind).

Wetterspruch:
Der Simon (18.2.) zeigt mit seinem Tage,
der Frost ist nicht mehr lange Plage.

Kräuterfladen

KraeuterfladenNach dem laaaaaaaaaaaaaaaangen Winter (haha) kann ich es kaum erwarten, das erste frische Grün zu kosten. Brennnesseln, Labkraut, Bärlauch – alles schon zu finden. Und was damit machen? Kräuterfladen.

Kornelkirschenblüte

Cornus mas BluetenGelb leuchtet es schon von Weitem: die Kornelkirschen (Cornus mas) blühen! Welch ein Blütenspektakel. Inzwischen kommt der lange Zeit vergessene Wildstrauch wieder in Mode, die „Kirschen“ werden zu begehrtem Wildobst. Und dann ein sensationeller Fund im Netz: mit jungen Zweigen der Kornelkirsche lässt sich Joghurt machen!

Begeistert!

Jadewein Andrea LudwigLetzte Woche habe ich den Jadewein im Blog vorgestellt, mit seiner einzigartigen Blütenfarbe. Darauf schreibt mir Kräuterpädagogin Andrea Ludwig aus dem Münchner Raum: „…ich habe heute auf Ihrem Blog den Bericht über den türkisblühenden Jadewein gelesen und mich sofort wieder an meinen Hawaii-Urlaub 2011 erinnert. Denn auf Hawaii wächst der Jadewein auch. Es war damals meine erste ungefärbte, wild in der Natur wachsende, türkisfarbene Blüte, die ich je gesehen habe.“ Und schickt mir gleich ein Bild davon mit. 

Garten: Blütenfreuden

Kamelie 1Was jetzt grad auffällt:
Kamelie
Eine Zimmerpflanze mit Schlüsselrolle in der Weltliteratur wie in der Oper, das gibt es nicht alle Tage. Das elegante Gewächs aus Ostasien ist von Alexandre Dumas in „Die Kameliendame“ wie in Guiseppe Verdis Oper „La Traviata“ verewigt. Nach Europa gelangten die Kamelien (Camellia) durch eine Verwechslung: Anfang des 18. Jahrhunderts wollten die Engländer Teepflanzen heimlich außer Landes bringen. Statt Tee schmuggelten sie aber Kamelien, enge Verwandte des Teestrauchs. Kamelien sind zur Teebereitung zwar ungeeignet, aber eben unvergleichlich schön – schon wurden sie beliebte Ziersträucher.

Wetterspruch:
Regen im Februar
bringt flüssig Dünger fürs Jahr.

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