Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Garten: Blütenfreuden

Der Frühsommer ist eingezogen, das merkt man an der Blütenfülle allerorten. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Frühsommerboten:
• Schwarzen Holunder.
• Hohe Bartiris, Gelbe Schwertlilie, Klatschmohn und Türkenmohn.
• Erste Rosenblüten.

Bauernregel:
Viermal Juniregen,
bringt zwölffachen Segen.

Ein Korb voller Blüten?

Ist sie nicht herrlich, die Wiesen-Knautie (Knautia arvensis), auch Witwenblume oder Wiesen-Skabiose genannt? Wie ein Nadelkissen oder Hemdenknopf sieht sie aus. Viele einzelne Blüten, bis zu 50 können es sein, drängen sich dicht zusammen und werden von Hüllblättern umschlossen – der Blütenstand ist ein Körbchen. Also gehört die in die Familie der…

Tölzer Kräuterfreuden

Der Hit auf  den Tölzer Rosentagen: Die Ein-Quadratmeter-Kräuterführung. Zahlreiche Besucher wunderten sich zunächst, warum da ein kleines Stück Grün im Franziskanergarten zwischen den Ständen eingezäunt war. Ob die Hasen gerade entlaufen warn, fragte man sich. Oder ob hier Werbung für einen neuen Rasenmäher laufen sollte? Nein, auf diesem ganz gewöhnlichen Parkrasen gab es viel zu entdecken.

Wo Wiesen wogen dürfen

Welch ein Privileg, eine Wiese in all ihrer Pracht noch sehen zu dürfen! Ach wie traurig, dass Wiesen heutztage gar nicht mehr zu dem heranwachsen dürfen, was sie auszeichnet: Viele hohe Gräser, viele Blüten, reich an Insekten und anderen Tieren. Man schert das Grünland schon...

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Garten: Auf in den Sommer

Schon blühen die Pfingstrosen, und auch andere farbenfrohe Vorboten des Frühsommers zieren Gärten, Terrassen und Balkone. Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Der Sommer kündigt sich allmählich an:
• Pünktlich zu Pfingsten blühen die Pfingstrosen.
• Schneebälle tragen teller- oder ballförmige Blüten zu Hauf.
• Robinien, Blauregen und Goldregen lassen üppige Blütentrauben baumeln.
• Rhododendren und Azaleen stehen blütenreich aufgeputzt.

Bauernregel:
Wenn’s an Pfingsten regnet,
wird keine Frucht gesegnet.

Es duftet nach Maiglöckchen…

... aber es wachsen gar keine Maiglöckchen. Das liebliche Blütenparfüm geht von einem anderen Gewächs aus, das man eher selten in Wäldern auf saurem Untergrund findet: Das Moosauge oder Einblütige Wintergrün (Moneses uniflora, früher Pyrola uniflora). Erstaunlich, auf den ersten Blick mag man nicht vermuten,...

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Kost-bar: Heidelbeere

Blütenglöckchen so zierlich, Blättchen so frisch – Heidelbeeren sollten uns auch jetzt ins Auge fallen (nicht nur, wenn sie voller blauer Früchte hängen). Vaccinium myrtillus, der Artzusatz des botanischen Namens der Heidelbeere spielt auf die Ähnlichkeit ihrer Blätter mit denen der Myrte (Myrtus communis) an. Heidelbeerblätter schmecken überraschend gut, herb-säuerlich, durchaus eine Kostprobe wert. Aber nicht zu viele pflücken, denn sie sind kostbar.

Noch Vollfrühling oder schon Frühsommer?

Wenn die Margeriten ihre weißen Sterne öffnen, wenn der Schwarze Holunder seine Blütenschirme spannt, der Weißdorn sein Hochzeitskleid überstreift, der Klatschmohn feuerrot leuchtet, der Wiesenfuchsschwanz seine Schweife im Wind wiegt, beginnt der Frühsommer. Die Natur kennt mehr als nur vier Jahreszeiten, das Jahr lässt sich nach der Phänologie in zehn Phasen einteilen. Zeigerpflanzen künden die Jahreszeiten an. Nach Vor-, Erst- und Vollfrühling steht jetzt der Frühsommer an. Dieses Jahr geht es ein wenig durcheinander, denn einerseits weisen manche Pflanzen schon den Frühsommer aus (Margerite), während andere noch nicht mal das Ende des Vollfrühlings signalisieren (Blüte der Himbeere).

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