Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Ich liebe es…

... ich lieb' es sehr, ich lieb' es über alle Maßen. Das Maßliebchen, Tausendschönchen, Gänseblümchen. Immer wieder, von Kindheit an. Ist es nicht bezaubernd in seiner Schlichtheit? Und schlau ist es auch noch. Es legt sich mit seinen kleinen Rosettenblättern dicht dem Boden an, entgeht...

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Rot und blau

PulmonariaEs blüht, das Lungenkraut. Zuerst leuchten die Blüten rosarot, nach wenigen Tagen verfärben sie sich violettblau – das beruht auf einer Veränderung des Säuregrads in den Zellen. Ist der Pflanzensaft sauer, erscheinen die Farbstoffe (Anthocyane) rot, wird er basisch, reflektieren sie blaues Licht. Nicht allein beim Lungenkraut (Pulmonaria) ist das so. Jeder kennt das auch vom Rotkohl/Blaukraut. Dem Lungenkraut hat diese Erscheinung viele Volksnamen eingetragen:

Garten: Winter ade! Frühling juchhe!

Tausendschoenchen 3Na endlich! Das wurde aber auch Zeit, dass der Frühling einzieht. Also nichts wie raus, denn jetzt drängt sich die Arbeit. Man kommt kaum nach, trotzdem: Zeit nehmen und die vielen schönen Frühlingsblüher bestaunen. Und auch was in der Küche probieren, vielleicht Bärlauchspätzle? Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Tausendschönchen
Bellis, wie die Gärtner sie nennen, sind die prächtigen Schwestern der schlichten Gänseblümchen. Tausendschön, welcher Name würde den anspruchslosen, lange blühenden und kälteunempfindlichen Blumen besser passen? Der Handel bietet sie gerade jetzt zu äußerst günstigen Preisen an, denn es wird Platz für die Balkon- und Sommerblumen gebraucht.

Bauernregel:
April kalt und nass, füllt Scheuer und Fass.
April trocken, macht die Keime stocken.

Brunnenkresse

Nasturtium BlaetterEchte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist leider selten geworden. Nur an sehr sauberen Fließgewässern kann man sie hier und da noch antreffen. Häufig wird sie verwechselt mit dem Bitteren Schaumkraut (Cardamine amara), die ihr täuschend ähnlich sieht und auch Falsche Brunnenkresse genannt wird. Brunnenkresse hat einen hohlen Stängel und gelbe Staubgefäße – Bitteres Schaumkraut dagegen markgefüllte Stiele und violette Staubbeutel. Beide sind essbar, wenngleich die Echte Brunnenkresse ein ungleich eleganteres Aroma hat. Für beide gilt: Bloß nicht erhitzen! Sonst geht aller Geschmack verloren…

Löwenzahn trifft Radieschen

Löwenzahn ist giftig? Wer behauptet denn so was. Löwenzahn ist bitter? Schon, aber das ist gesund. Löwenzahn schmeckt bäääh? Wer das meint, der war noch nicht bei uns im Küchen-Rendezvous am Mittwoch, den 24. April 2013 von 18.30 bis 21.00 Uhr. Wir kredenzen Löwenzahn "as...

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Dufte Veilchen

DuftveilchenEndlich blühen sie, die Duftveilchen. Erst beschnuppern: Wie duften sie fein! Dann bewundern: Was sind sie doch hübsch! Schließlich pflücken: Was kann man nicht alles draus machen! Kuchen dekorieren, Salate garnieren. Kandieren. Veilchenzucker mixen. Schon gewusst, dass die berühmte Nachspeise „Birne Helene“ ursprünglich von Duftveilchen gekrönt wurde?

Nix klebt mehr

Schuhe ErdeEine schlaue Gärtnerregel sagt: „Betrete den Garten erst, wenn die Erde nicht mehr an deinen Schuhen klebt.“ Ha! Das ist der Fall, also nichts wie raus, Erde gelockert, Boden geglättet, gesät und gepflanzt. Außerdem: Gärtnern macht glücklich!

Garten: Endlich!

Zwergschwertlilie azurblauNun aber los, ab in den Garten. Dort wartet jede Menge Arbeit, von der angenehmen Sorte. Wem macht es nicht ungeheuren Spaß zu säen und zu pflanzen? Meine wöchentlichen Gartentipps – auch auf br.de.

Pflanze der Woche:
Zwergschwertlilie
Wer im letzten Herbst haselnussgroße, in einen netzartigen Fasermantel gehüllte Zwiebelchen gesetzt hat, dem sprießen jetzt wundervolle Blütentriebe: Die Zwergiris (Iris reticulata) blüht – je nach Sorte in azur-, violett- oder auch wasserblau. Dieses Jahr hat sie sich ein wenig verspätet, sonst liegt die Blütezeit oft schon im Februar. Unbedingt ungestört wachsen lassen, sonst verschwinden die Pflanzen bald.

Bauernregel:
Dürrer April ist nicht des Gärtners Will‘.

Törööö!

Dieses Jahr hat das ja nicht so recht funktioniert mit dem Frühling einläuten. Die Schneeglöckchen, kaum draußen, wurden vom Schnee fast erdrückt, hoben erneut an, wieder vom Winterrückfall zum Schweigen gebracht. Dann wird der Frühling halt jetzt nicht eingeläutet, sondern herbei getrötet! Trompetennarzissen, übernehmen!...

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Tegernseer Genüsse

FruehlingskraeuterAm Montag, den 22. April 2013 wecke ich märchenhafte Genüsse aus der wunderbaren Welt der wilden Kräuter. Die Naturkäserei Tegernseer Land und der Verein der Köche Tegernseer-Schlierseer Tal haben mich eingeladen, im Rahmen des öffentlichen Frühjahrsstammtischs einen Vortrag zu halten.
Los geht es um 20 Uhr, Eintritt pro Person € 8,–. Damit der Genuss auch wirklich zu einem solchen rundum wird, gibt es vieles aus der wilden Kräuterküche zu probieren. Frische Kräuter, Butterbrotblüten, Aufstriche – und natürlich eine wunderbare Käseplatte. Und das erwartet Sie:

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