Karin Greiners Pflanzenlust-Blog

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Vom Kochen mit Heu

Frischkost ist derzeit Mangelware. Außer einigen Blättern an wilden Brombeeren, derben Nadeln an Fichten oder wenigen Stängeln Vogelmiere ist kaum etwas zu holen für Wildpflanzenfreunde. Dann eben Trockenkost!

Beifuß – der überraschend feine Magenfreund

Winter. Da lechzt der Magen nach Wärme, deftigen Bauernbraten, Würsten, knusprigen Bratkartoffeln, Roten Rüben und Kraut. Ein Ganserl darf‘s auch mal sein, oder kräftige Speckbohnen. Fehlt nur noch die richtige Würze, damit auch alles gelungen schmeckt und wohl bekommt. Ich wüsste da was, ein altbewährtes Kraut: Beifuß!

Frühlings-Phantasie

Die Phantasie ist ein ewiger Frühling.
Friedrich von Schiller
Was kommen einem bei solch einem Anblick für Gedanken, was riecht und schmeckt man da, was bewegt das Herz, was fühlt die Seele? Mir wird wohlig warm…

Hyazinthen

Hyazinthen treiben – das ist ein amüsantes und spannendes Spektakel. Über mehrere Wochen lässt sich live verfolgen, wie aus einer unscheinbaren Zwiebel Wurzeln wachsen und Blütentriebe schieben, sich endlich die Blüten öffnen und unglaublich duften.

Tee aus Resten

„Leaf to Root – Gemüse essen vom Blatt bis zur Wurzel“, das Buch von Esther Kern, Sylvan Müller und Pascal Haag (erschienen im AT Verlag), hat mich tief beeindruckt. Das Pendant der Bewegung „Nose to Tail“, nur eben nicht rund um Fleisch, sondern um Gemüse. Obwohl ich selber immer schon versuche, möglichst alles von Gemüse und Obst zu verwerten, hat sich mir hier nochmals eine neue Welt eröffnet. Blätter vom Blumenkohl, Rotkohlstrünke, Bananenschalen – es ist unglaublich, was man alles verwerten kann. Und das dann auch noch schmeckt. 

Die Fichte – voll vernadelt

Ein neues Jahr, neue Geschichten. Da höre ich eine, in der ist von Wurst die Rede. Und zwar von einem speziellen Gewürz, das die Wurst veredelt. Nein, kein Majoran, kein Piment, kein Kümmel. Sondern – ich konnt’s kaum glauben: Fichten! Des Weihnachtsbaumes Nachverwertung. Picea abies, der Brotbaum der Forstwirtschaft, begegnen wir auf Schritt und Tritt. Immerhin jeder vierte Baum in deutschen Wäldern ist eine Fichte, auch Rottanne genannt. Ihre grünen Nadeln, die sie in gut geheizten Wohnungen so schnell verliert (weshalb Fichten ihren Rang als beliebtester Baum an die Nordmanntanne verloren haben), wecken mein ganzes Interesse. Mal sehen, was sich über Fichtengrün so zusammentragen lässt, küchentechnisch und gourmetträchtig. Darf nicht unerwähnt bleiben, dass die Fichte der Baum des Jahres 2017 ist.

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