Garten: Stechen, zupfen, ziehen!

Garten: Stechen, zupfen, ziehen!

Wohl und Wehe liegen im Garten nahe beieinander: Wer sich an schönen Blumen erfreuen und reich ernten will, muss ran. Das Unkraut muss weg. Also, stechen, zupfen und ziehen Sie, was das Zeug hält, dann werden Sie reich belohnt. Meine wöchentlichen Gartentipps auf br-online.

Bauernregel:
Lorenzi (10.8.) gut,
einen schönen Herbst verheißen tut.

Für eine lange Phloxblüte
Dank des regenreichen Sommers blüht der Phlox dieses Jahr besonders üppig. Wer die dicken Blütenköpfe abschneidet, noch bevor sie völlig verblüht sind, fördert den Knospennachschub und sorgt für einen anhaltenden Flor bis tief in den Herbst. Aus den Blattachseln sprießen neue Blüten, sobald der Haupttrieb gekappt wurde.

Schöne Äpfel erwünscht
Pflücken Sie aus Ihren Apfelbäumen Früchte heraus, die Hagelschäden, Krüppelwuchs, Wurmlöcher oder andere Beschädigungen zeigen. Unterlassen Sie derzeit sämtliche Bodenarbeiten unter den Bäumen, also nicht hacken und schon gar nicht graben, darauf reagieren viele Bäume mit vorzeitigem Fruchtfall.

Vorsicht, Wespen!
Himbeeren und Brombeeren halten einen reichen Früchtesegen parat. Doch sollte man beim Ernten aufpassen. Die süßen Früchte schätzen auch Wespen. Sie tun sich an den Beeren gütlich und lassen sich kaum verscheuchen, nicht einmal durch kräftiges Schütteln der Triebe. Deshalb Augen auf beim Pflücken, damit man nicht versehentlich in eine Wespe greift.

Stopp dem Unkraut
Unbemerkt zwischen üppigen Stauden, dichten Sommerblumen und reifendem Gemüse, hinter Hecken und unter Sträuchern macht sich bei feucht-warmer Witterung oft Unkraut breit. Packen Sie die unerwünschten Pflanzen an der Wurzel: Hartnäckige Wurzelunkräuter wie Quecken, Zaunwinden, Schachtelhalm oder Ackerdistel sollten ausgezupft werden – und dies immer wieder.

Kennen Sie das?
Wurzelunkräuter
Winden, Disteln, Schachtelhalm, Giersch, Nesseln, Quecken – diese Pflanzen sieht man im Garten nicht besonders gerne. Alle haben die unangenehme Eigenschaft, sich über Wurzeln flugs auszubreiten. Dank enormer Regenerationskraft können aus kleinsten Wurzelstücken neue Pflanzen wachsen, so dass Hacken hier zur Bekämpfung nicht angesagt ist. Stechen, ziehen und zupfen, unablässig – das ist die einzige Methode von Erfolg, wenn auch mühselig. Die Reste sollten am besten in die Biotonne oder zur kommunalen Grüngutentsorgung. Auf dem eigenen Kompost besteht die Gefahr, dass die Wurzeln nicht komplett zersetzt werden. Wichtig ist vor allem, dass man frische Beetflächen zuerst von solchen Wurzelunkräutern befreit, bevor man an weitere Bodenbearbeitung geht. Bei Hecken und zwischen großen Stauden kann Unkrautvlies helfen, unter dem die Wurzelunkräuter aus Lichtmangel vergehen.

2 Kommentare
  • Ich wollte mal sagen, dass ich diesen Blog als sehr angenehm empfinde. Er ist sehr aufgeräumt, sehr übersichtlich und nicht zu bunt und vollgepackt mit lauter blinkenden Anzeigen und überflüssiger Werbung.

    Zum Artikel: Der „Sommer“, welcher hoffentlich noch ein wenig andauert, hat uns Gartenfreunden wahrlich eine gute Zeit bescherrt dieses Jahr. Zum Leid aller Anderen würde ich meinen. =) Aber hier in Hamburg regnet es sowieso wie es dem Wetter passt und nicht umgekehrt.

    24. August 2011 um 11:08
  • Das ewige Leiden mit dem Unkraut, habe mir letztes Jahr einen Unkrautstecher zugelegt, kann ich nur weiterempfehlen. Und übrigens guter Artikel

    7. März 2014 um 8:47

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