Rezepte

Quitte, schön heiß

QuittensaftNachdem die Quitten geschält und entkernt sind, werden sie geviertelt, geachtelt und kommen in einen großen Topf. Mit etwas Apfel- oder Birnensaft übergossen köcheln sie bei milder Hitze langsam weich. Dabei bildet sich Saft. Den siebe ich ab und trinke ihn am liebsten heiß. Wieso? Na deshalb:

Quitte, bitte mehr!

QuittenkerneAlles lässt sich von der Quitte verwerten, selbst die Kerne! Ich bin ganz wild auf Quittenkerne. Dafür einfach das Kernhaus öffnen und die Kerne herauslösen – da merkt man schon, was es mit den braunen Samen auf sich hat. Die sind nämlich sehr schleimig. Prima zum Lutschen, wenn der Hals rau ist, der Quittenschleim legt sich wie ein Seidentuch sanft über die Schleimhäute und lindert Schmerz, mildert Entzündungen, stillt Hustenreiz. Früher konnte man in jeder Apotheke Mucilago cydoniae, Quittenschleim, kaufen. Getrocknete Quittenkerne sollte man stets auf Vorrat haben. Warum? Darum:

Quitte, ja bitte!

QuittenQuitten haben anfangs einen dicken Flaum, den man mit einem Tuch einfach abreibt. Darunter kommt die quittengelbe Schale zum Vorschein, die immer schöner glänzt, je länger man die Früchte poliert. Das liegt an den vielen Wachsen, die in der Quittenschale enthalten sind – ein überaus kostbares Gemisch aus Fettalkoholen, Fettaldehyden und Fettsäuren, dazu Carotinoide und Phytosterole. So kostbar, dass man Quittenwachs in Kosmetika, vor allem hautpflegenden Cremes verwendet. Selber machen? Ja, geht auch:

Eicheln zum Anbeißen

EichelkekseMit Eichelmehl gebacken, fein gewürzt und mit Schokolade veredelt – das sind meine Tölzer Kurpark-Eicheln. Wie die schmecken? Eichelstark! Und so geht’s:

Engelwurz-Gelee

Engelwurz Aufstrich mit WeissweinDa findet sich doch immer noch was: Eine Wald-Engelwurz! Die duftet so würzig, da muss man einfach was draus machen. Also mal probieren.

Eichelbrot

EichelbrotAls  ich eine Portion Eicheln gesammelt habe, fragten mich Spaziergänger beim Vorbeigehen, welche Hirsche denn diese Früchte bekämen. Auf meine Antwort, die Hirsche seien meine Familie und ich, schüttelten sie verständnislos den Kopf und bemerkten angewidert: „Igitt!“ Naja, Eicheln gelten bis heute eben eher als Schweinefutter oder gerade noch gut zur Hirschmast. Aber früher hat man Eicheln stets genutzt, als gehaltvolle Nahrung. Und vielleicht müssen wir mal wieder mehr an Baumfrüchte dieser Art denken, wenn doch die Felder zunehmend unter Autobahnen, Gewerbegebieten, Möbelmärkten verschwinden oder nur noch Energiepflanzen kultiviert werden. Deshalb hier ein Rezept für Eichelbrot:

Apfel-Kartoffel-Brot

Apfel_Kartoffel_BrotSaftig ist’s, das Brot mit geraspelten Äpfeln und gestampften Kartoffeln – und schmeckt! Ganz einfach zu backen. Soll ich’s verraten, wie? Na, mach ich doch:

Wilde Köstlichkeiten

Kornelkirschen eingelegtWer mag Oliven? Sicher viele… ich auch! Am liebsten heimische. Heimisch? Olivenbäume wachsen bei uns kaum. Also muss Ersatz her. Kornelkirschen beispielsweise. Noch unreif geerntet und eingelegt in Würzessig sind die einfach unschlagbar.

Fruchtige Tomatensuppe

Tomaten_Pfirsich_SuppeTomaten gibt es reichlich, und noch gibt es Pfirsiche – das lockt zu einem verwegenen Rezept: Tomaten-Pfirsich-Suppe. Kann man warm oder kalt genießen, beides hat seinen Charme.

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