Pflanzen

Gartenwetter: Adventsstimmung

ChicoreePflanze der Woche:
Chicorée
Schneeweiß mit gelbgrünen Rändern, knackig und saftig ist dieser beliebte Wintersalat. Beim Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum), einem Abkömmling der hübsch blau blühenden Wegwarte vom Wegrand, treibt aus einer Rübenwurzel eine kompakte Riesenknospe aus dicht gepackten Blättern. Dafür packt man die Wurzeln dicht in Gefäße mit Sand oder Erde, stellt sie dunkel und warm auf, hält sie leicht feucht. Wegen des Lichtmangels erscheinen weiße Blätter, die aber auch nur wenige Bitterstoffe enthalten.

Bauernregel:
So schau in der Andreasnacht (30.11.),
was für ein Gesicht das Wetter macht.
So, wie es ausschaut, glaub’s fürwahr,
bringt’s gutes oder schlechtes Jahr.

Garten: Reinholen

Silberkoerbchen klPflanze der Woche:
Silberkörbchen
Wenig schmeichelhaft wird dieser Zwergstrauch wegen seines bizarren Wuchses und der auffälligen Färbung auch Stacheldraht oder Geisterpflanze genannt. Silberkopf, Silbergirlande oder Gitterkraut klingen da schon hübscher. In den Gärtnereien findet man den Korbblütler aus Australien oft nur unter seiner botanischen Bezeichnung Calocephalus. Seine verdrehten Triebe mit kleinen silberweißen Blättern bilden Büsche, die wirklich an kleine Drahtkugeln erinnern. Gewöhnlich wird das Silberköpfchen nur einjährig gezogen, oft trocknet es bald ein oder friert ab, bleibt aber lange Zeit dekorativ. Es bildet einen schönen Kontrast in herbstlich-winterlichen Arrangements, kann aber auch in Kränze und Gestecke gebunden werden.

Bauernregel:
St. Elisabeth (19.11.) sagt es an,
was der Winter für ein Mann.

Garten: Los jetzt noch

Pampasgras klPflanze der Woche:

Pampasgras
Silberweiß recken sich die Blütenwedel vom Pampasgras (Cortaderia selloana) in die Höhe. Ursprünglich heimisch in der Pampa, der Grassteppe Südamerikas, gehört das Ziergras zu den auffälligsten Gartengestalten vom Spätherbst bis tief in den Winter. Ein sonniger und warmer Standort mit gut durchlässigem, fruchtbarem Boden ist nötig, damit sich das Pampasgras wohlfühlt. Es leidet schnell unter Winternässe, deshalb ist Schutz unerlässlich. Werden die Blätter locker wie zu einem Tipi zusammengebunden, der Horst mit trockenem Laub angeschüttet und mit Reisigzweigen umsteckt, kann Nässe außen ablaufen, das Herz der Pflanze bleibt geschützt.

Bauernregel:
„Wie’s Wetter an Leonardi (6.11.) ist,
bleibt’s bis Weihnachten gewiss.“

Herbstkost

Vom Baum gefallen, mir (leider nicht direkt) in den Schoß: Bucheckern. Nein, die kleinen Früchte der Rotbuche (Fagus sylvatica) muss man schon aufklauben. Unter vielen Buchen gibt es sie reichlich, einfach ein wenig unterm Laub schauen. Aus ihrer braunen Eckernhülle geschält schmecken die Kerne fein nussig....

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Stricknadelstrauch

Euonymus alatusWow, was für eine Farbe! Spindelsträucher trumpfen jetzt in den knalligsten Farben auf. So wie hier im Bild der Geflügelte Spindelstrauch (Euonymus alatus), verwandt mit dem Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus). Was weiß man denn so über diese Gehölze?

Märchen, Sagen und Geschichten

Warum die Esche schwarze Knospen hat? Das erzählt ein altes Märchen. Ebenso wie sich in  Geschichten die Rätsel lösen, warum die Linde herzförmige Blätter hat, die Eiche eine so zerfurchte Rinde kleidet. Warum die Lärche jedes Jahr goldene Nadeln bekommt, weshalb die Buche so stachelige Früchte...

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Worte zum Wald

Der Wald: In seinem Wort und Namen hallt noch ein leises Echo wie aus Paradiesesfrühe, schwingt noch mit ein Nachklang aus goldener Zeit, da die Welt noch stiller war als heute und das Lied der Wipfel noch vernehmlicher. Friedrich Schnack (1888-1977)...

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In Reih und Glied

Polytrichum communeWenn ich mich ab und zu in Zwergenkleinheit versetze, entdecke ich draußen immer wieder Neues. Hier zum Beispiel eine Weihnachtsbaumplantage, in mehreren Terrassen im Gebirge. 

Verkehrte Welt?

Wenn Eichen Äpfel tragen, so liegt das weder am Klimawandel noch an Gentechnik. An den Unterseiten der Eichenblätter findet man derzeit kugelige Gebilde, bisweilen hübsch rot gefärbt - wie kleine Äpfel. Es sind Gallen, durch Eiablage der Gewöhnlichen Eichengallwespe hervorgerufen. In dem "Äpfelchen" entwickeln sich die...

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So blau, blau, blau…

Nein, nicht wie der Enzian, sondern wie Schlehen! Blitzeblau rufen die Wildfrüchte nach erntenden Händen. Dieses Jahr hängen die Sträucher übervoll, die Zweige biegen sich bis zum Boden. Da darf man ruhig zugreifen. An einem schönen, sonnigen Tag rausgehen und in aller Ruhe pflücken. Innerhalb...

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