Pflanzen

Sieht man nicht alle Tage

Speierling 2Lauter hübsche rotbackige Äpfelchen? Auf den ersten, flüchtigen Blick könnte man das meinen. Aber die Blätter zeigen deutlich, dass es keine Äpfel sind. Was denn dann? Ein Speierling!

Pimpernüsse

PimpernuesseWelch ein Glück, wenn man die findet: Pimpernüsse (Staphylea pinnata). Leider ist sie nicht sehr häufig, ein Spaziergang mit besonders wachsamen Augen in den Rhein-, Lech- oder Donauauen führt am ehesten zum Ziel. Oder ein Kurs im Burgenland, wo man Pimpernuss-Sträucher z.B. im Eisenstädter Park in vielen Hecken eingestreut antrifft. Noch besser: Man hat gute Freunde, die einem ein Kistchen frisch gesammelter Früchte schenken (tausend Dank!). Und nun?

Kirschpflaumen

KriecherlJetzt werden sie reif! Meine Kirschpflaumen, die hierzulande liebevoll als Kriecherl oder Kriacherl (dafür musst lang üben, dass des Wort harmonisch aus dem Mund springt) bezeichnet werden, bekommen endlich Farbe.

„Beeren“ für alle Schnäbel

Sorbus aucuparia 2Vogelbeeren! Alle gönne ich den Piepmätzen und Knabbermuckeln nicht. Ich muss mich sputen, damit ich überhaupt etwas ergattern kann. Bald hängt nichts mehr am Baum! Also pflücke ich beizeiten. Einen Teil trockne ich, fürs Vogelfutter (siehe Beitrag gestern), aber ich bin auch ein bisserl egoistisch und gebe nicht alles den Vögeln zurück.

„Beeren“ für Vögel

Sorbus aucupariaVogelbeeren! Obwohl die Früchte von Sorbus aucuparia, der Eberesche, genau genommen keine Beeren sind, sondern Apfelfrüchte bzw. Sammelbalgfrüchte (schaut mal ganz genau hin – die kleinen Dinger sehen wirklich wie winzige Äpfelchen aus), werden sie ganz allgemein als Beeren bezeichnet. Vogel als Namensbestandteil trifft es klar: alte Volksnamen wie Spatzenkirsche, Drosselbeere, Krammetsvogelbaum oder Amselsang sprechen für sich.

Gemmotherapie

Linde KnospenGemma bedeutet Knospe – das Wertvollste einer Pflanze. Die sind doch bloß iom Frühling da? Wer das meint, braucht bloß richtig hinzusehen. Knospen werden bereits im Sommer des Vorjahres gebildet, wenn die Pflanzen voll im Wachstum stehen. Pflanzen planen feinsinnig voraus, denken an die Zukunft.

1000 Blüten

Lythrum salicariaMuss ich mal nachzählen: Im Porträt zum Blutweiderich (Lythrum salicaria) bei Flora Emslandia von meinem Biologen-Kollegen David Janßen lese ich, dass pro Blütenstand bis zu 1000 Blüten produziert werden , jede Pflanze bis zu 30 Blütenstängel bilden kann. Nicht berücksichtigt, dass sich die Blütenstiele auch noch oft verzweigen. Was für eine Leistung.

Herbst vorzeitig

Wer derzeit in die Baumkronen schaut, meint oft, es sei schon tief im Herbst. Pappeln lassen grüne Blätter fallen, Birke und Linde tragen bereits gelbes Laub,  Eichen werfen sogar ganze Triebe ab. Das liegt an den extremen Bedingungen, die uns dieser Hitze- und Dürresommer gebracht hat. Besonders eindrucksvoll...

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Alant

 

Alant 3Groß und prächtig leuchtet er mit goldgelben Blütensonnen aus dem Beet, lehnt sich dankbar an den Gartenzaun und lässt sich von Bienen und Hummeln umschwärmen: Der Alant. Manche nennen die beeindruckende Großstaude auch Helenenkraut. Einer alten Sage nach sollen überall, wo einstmals die Tränen der schönen Helena über das Leid in Troja die Erde benetzten, diese erhabenen Blumen gewachsen sein.

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