Pflanzen

Schlehen: sanfte Rezepte

 

Biskuittoertchen mit SchlehengeleeGanz schnell zubereitet, wenn nur Schlehenlikör und -gelee im Vorrat sind: Biskuittörtchen á la Schneewittchen. Biskuit (am besten dunklen Schokobiskuit) in Quadrate schneiden, mit Schlehenlikör tränken, Schlehengelee leicht erwärmt darauf streichen, Schlagsahne dazu und zusammensetzen. Aber mit Schlehen lässt sich noch viel mehr anstellen:

Schlehen: feurige Rezepte

SchlehenlikoerSchlehenlikör – was für ein Genuss! Im einfachsten Fall gefrostete Schlehen mit Alkohol (Wodka, Doppelkorn) und Kandiszucker aufsetzen, ziehen und vor allem lange nachreifen lassen. Aber es geht noch besser:

Schlehen: Wohltuend

SchlehenernteKaum etwas, das von der Schlehe ungenutzt blieb – und es sollte auch heute noch genutzt werden. Schon gar nicht die Früchte, obwohl sie so herb und sauer schmecken, wenig Fruchtfleisch haben, das sich nicht vom recht großen Stein löst. Erst nach richtiger Verarbeitung kommen die wahren Werte dieser Früchte zur Geltung, und dies nicht allein als wohlbekannter und selten verschmähter Schlehenbrand, Schlehenlikör oder Schlehenwein.

Schlehen: Vielseitig

HeckenMit ihren reich verzweigten und von langen Dorntrieben gespickten Zweigen formt die Schlehe prächtige Hecken, die dank zahlreicher Wurzelausläufer schnell zu einem undurchdringlichen Dickicht werden. Darin fühlen sich viele Vögel gut geschützt, der seltene Neuntöter spießt an den Dornen seine Beute auf. Quer zur Hauptwindrichtung gepflanzt, wirken Schlehenhecken als Schneefang, verhindern Erosion und sorgen für eine verbesserte Fruchtbarkeit des Ackerlands.

Schlehen: Wetterprophetisch

Prunus spinosa BluetenSiehst du draußen den Winter winken, sollst du Schlehenfeuer trinken – nein, quatsch, diese „Bauernregel“ ist frei erfunden. Aber rund um Schlehen drehen sich viele alte Weisheiten. „Wenn der Schlehdorn blüht am Hag, wird es Frühling auf einen Schlag.“ Mal bereits Ende März, sicher aber im April ziehen Schlehenhecken duftend weiße Bänder durchs Land. „Ist die Schlehe weiß wie Schnee, ist‘s Zeit, dass man die Gerste säe.“ Nicht wenige Bauernregeln drehen sich um die Schlehe.

Schlehen

Schlehen am StrauchWer jemals eine frische Schlehe (Prunus spinosa) vom dornigen Strauch gegessen hat, vergisst das nie. Die blau-schwarzen Früchte ziehen einem alles zusammen und schmecken sehr herb. Ganz anders mundet dagegen das berühmte Schlehenfeuer, das fruchtig süß über die Zunge rinnt und im Magen für Wärme sorgt. Schlehen wollen eben richtig verwertet sein, um ihre wahren Werte zu offenbaren.

Hagebutten satt

PerlhagebuttenWas für ein Zauber – so viele Mini-Hagebutten. Das sind die Früchte der Büschelrose (Rosa multiflora), auch Vielblütige oder Rispen-Rose genannt. Die roten Perlchen halten sich sehr lange, stehen bei mir derzeit überall in den Vasen. 

Alte Weisheit

"Kaue und esse täglich drei Hagebuttenfrüchte und drei Wacholderbeeren, ganz gleich ob du gesund oder krank bist."...

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Was für ein Baum

MispelbaumEinen Hausbaum gibt’s ja öfter, aber so einen habe ich noch nie gesehen. Chapeau! Eine Mispel (Mespilus germanica) passt deshalb auch besonders zu diesem Anwesen am Beginn des Astheimer Quittenlehrpfads (Nahe Volkach, Landkreis Kitzingen) vor die Tür eines Obstbauern. Der Baum wird den Spaziergängern viele „aaahs“ und „ooohs“ entlocken, sowohl zur Blütezeit wie jetzt im Herbst. Die Früchte muten schon seltsam an.

Sieht man nicht alle Tage

Speierling 2Lauter hübsche rotbackige Äpfelchen? Auf den ersten, flüchtigen Blick könnte man das meinen. Aber die Blätter zeigen deutlich, dass es keine Äpfel sind. Was denn dann? Ein Speierling!

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