Kräuter

Muttergotteskissen

RosengalleFindet man nicht selten an Wildrosenzweigen: moosartige Auswüchse, verursacht durch den Stich einer Rosengallwespe. Diese Kinderstube für die Larven des Insekts wurden früher als Schlafäpfel unters Kopfkissen gelegt. Sieben Stunden sollte schlummern können, wer auf einem solchen „Siebenschläfer“ oder „Schlafkunz“ ruhte. Aber die Gebilde sind auch sonst noch wundertätig.

Marienflachs

Linaria vulgarisMarienflachs, Marienschühlein, Liebfrauenpantoffel, Marienhaar, Muttergottesbettstroh – all die Namen für das Leinkraut (Linaria vulgaris) deuten auf eine innige Verbindung zwischen dem wilden Löwenmäulchen oder Froschgoscherl und Marienverehrung hin.

Marienblatt

Tanacetum balsamitaWunderbar balsamisch duftende Blätter trägt die Frauenminze (Tanacetum balsamita), auch Balsamblatt, Frauensalbei genannt und wie so viele stark aromatische Pflanzen der Maria zugesprochen – als Marienblatt, Marienminze, Maria Bettstroh.

Mariengras

Hierochloe odorataEs duftet nach Vanille und Waldmeister, das Mariengras (Hierochloe odorata). Man findet es in Pfeifengraswiesen, Seggenrieden oder Bruchwäldern – alles immer seltener werdende Standorte. Deshalb wird auch das Mariengras immer seltener, es steht bereits auf der Roten Liste. Wer eins findet, kann es in den Kräuterbuschen zu Maria Himmelfahrt am 15. August stecken – damit der Strauß noch besser duftet.

Kräuterbuschen – wie viele Pflanzen?

KraeuterbuschenAm 15. August ist Maria Himmelfahrt – der große Tag der Kräuter, die Kräuterweihe steht an. Da bindet man einen Strauß aus… Ja, aus was eigentlich? Welche Kräuter, und wie viele verschiedene gehören eigentlich hinein? Das und viel mehr kläre ich am 15. August in Bad Tölz – beim Tölzer Kräuterspaziergang „Marienglöckchen und Muttergotteskerze“. Beginn um 16.00 Uhr beim Kräuter-Erlebnis-Zentrum e.V. in der Ludwigstr. 5, Dauer etwa 90 Minuten.

Die heilsame Wiese

Buch Heilsame WieseImmer wieder werde ich gefragt, ob es denn meine Ratschläge und Rezepte über Wildkräuter nachzulesen gäbe. Ja, jetzt gibt es das! Die erste Broschüre ist fertig, mit dem Titel „Die heilsame Wiese“ sind darin neun altbewährte Heilkräuter genau beschrieben.

Distelfein

SonchusNachdem beim Rezept Kratzdistelgelee gefragt wurde, was man denn mit Gänsedisteln (Sonchus) machen könnte – hier mein Tipp: Gänsedistel-Kartoffelpfanne!

Das Gold des Sommers

JohanniskrauttinkturMit Echtem Johanniskraut (Hypericum perforatum) lässt sich nicht nur Rotöl zubereiten. Wem das nicht gelingt, sollte es mal mit Tinktur versuchen. Innerhalb kurzer Zeit wird der Ansatz leuchtend rot! Es macht allein schon gute Laune, den Farbumschlag zu beobachten. Wie’s geht?

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